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Immobilien in Springe werden teurer

Springe Immobilien in Springe werden teurer

Während die Preise für Grundstücke in Springe im vergangenen Jahre weitgehend konstant geblieben sind, bezahlen Käufer von Wohnungen und Häusern tendenziell mehr. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Landesbausparkasse jetzt vorgelegt hat.

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Die Nachfrage nach Grundstücken in Springe steigt: Momentan wird auf dem früheren Bähre-Gelände gebaut.

Quelle: Zett

Springe. Die Landesbausparkasse erhebt seit einigen Jahren zusammen mit ihren eigenen Immobilienunternehmen und den Sparkassen deutschlandweit die Preise aus Grundstücks-, Haus- und Wohnungsverkäufen. Bauherren haben demnach in Springe zuletzt rund 100 Euro pro Quadratmeter für ein Grundstück bezahlt. Für die am günstigsten verkauften Grundstücke im Stadtgebiet wurden 75 Euro pro Quadratmeter fällig, der Höchstwert ist dagegen leicht von 150 auf 155 Euro gestiegen.

Bei Häusern und Wohnungen zogen die Preise allerdings deutlich an: Reihenhäuser ohne Garage (Größe etwa 100 Quadratmeter) wechselten für 185 000 bis 255 000 Euro den Besitzer (häufigster Wert: 205 000 Euro). Vor einem Jahr waren es je 5000 Euro weniger. Für Eigentumswohnungen (ohne Stellplatz) wurden 2040 bis 3060 Euro pro Quadratmeter fällig (vorher 2000 bis 3000 Euro).

Um ein Gefühl für das Preisgefüge in Springe zu bekommen, lohnt sich auch der Blick in die Nachbarschaft: So verzeichnet die Studie für Barsinghausen ähnliche Werte in Sachen Grundstückspreise: Bei 85 Euro geht es los - und die meisten Flächen kosteten 105 Euro pro Quadratmeter. Der Spitzenwert ist mit 135 Euro etwas niedriger.

Wer sich an Hannover annähert, der zahlt drauf - klare Sache: In Ronnenberg ist der häufigste Grundstückspreis gleich 155 Euro pro Quadratmeter. Und in der Landeshauptstadt selbst gleich 270.

Ein Vergleich mit Bad Münder ist nicht möglich: Die Stadt ist mit unter 20 000 Einwohnern zu klein, um von der Studie erfasst zu werden - das gilt auch für Pattensen, Wennigsen, Gehrden oder Hemmingen.

Springe kämpft schon länger mit Problemen in Sachen Baugebiete - besonders in der Kernstadt: Während die Bevölkerungszahl sinkt, steigt die Nachfrage nach Grundstücken oder Wohnraum. Momentan wird etwa auf dem früheren Bähre-Gelände gebaut. Möglich wären ebenfalls Grundstücke am Deisterkessel - dort gibt es aber Bedenken bei der Politik. Die Stadt selbst sucht ebenfalls Flächen - ihr geht es dabei aber mehr um sozialen Wohnraum in Form von Wohnungen.

In den Ortsteilen sieht es unterschiedlich aus: Während Völksen boomt - für das Baugebiet am Bosselweg gibt es nach Informationen dieser Zeitung schon vor dem offiziellen Vermarktungsstart deutlich mehr Anfragen als Grundstücke - warten die Bennigser auf die Sanierung ihrer Kanalisation: Ohne die ist es laut Stadt nicht möglich, so viele Häuser anzuschließen, wie sie im möglichen Baugebiet „Schille“ entstehen sollen. In Eldagsen wächst das Baugebiet Klosterstraße.

Allen anderen Ortsteilen soll es mangels Größe und Infrastruktur mit dem neuen Raumordnungsprogramm zumindest erschwert werden, ohne Weiteres in der Fläche zu wachsen. Auch die Stadtverwaltung hatte zuletzt den Fokus in dieser Angelegenheit auf die größeren Ortsteile mit Verkehrsanschlüssen und Infrastruktur legen wollen.

VON CHRISTIAN ZETT

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