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Sechs Haltestellen werden vorerst nicht barrierefrei

Springe Sechs Haltestellen werden vorerst nicht barrierefrei

Der Verwaltungsausschuss hat das Programm für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet vorerst auf Eis gelegt: Die Mitglieder stimmten mehrheitlich gegen die Pläne, im kommenden Jahr sechs Haltestellen in Bennigsen, Gestorf, Lüdersen, Völksen und Wülfinghausen umzugestalten. 

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Sechs Haltestellen im Springer Stadtgebiet werden vorerst nicht barrierefrei ausgebaut.

Quelle: Regiobus (Symbolbild)

Springe. Damit setzte sich offenbar die Position der Christdemokraten durch. Diese hatten sich bereits im Technischen Ausschuss gegen die Fortführung des Bauprogramms ausgesprochen. Friedrich Woltmann hatte in dem Gremium argumentiert, dass die Kosten dafür deutlich gestiegen seien - und dass sich der Baubeginn vieler Projekte zudem verzögere.

„Eigentlich ist die Region ja zuständig für die Barrierefreiheit“, betonte Woltmann. Und griff damit ein Argument auf, mit dem sich vor allem die CDU schon vor Jahren gegen das Vorhaben ausgesprochen hatte: Springe zahle ohnehin nur, damit der Ausbau schneller erfolge - durch die Verzögerungen sah die CDU eben darin keinen Sinn mehr. SPD und Grüne beurteilten das im Technischen Ausschuss aber anders. Sie votierten für die Fortschreibung der Bauarbeiten - und überstimmten damit die Kritiker der Maßnahmen aufseiten der Christdemokraten.

Im Verwaltungsausschuss konnte sich die CDU-Position jetzt durchsetzen. Und die dort getroffenen Beschlüsse haben bindenden Charakter. Durch das Aus werden im städtischen Haushalt Baukosten in Höhe von 261 084 Euro eingespart.

Fachbereichsleiter Gerd-Dieter Walter spricht in dem Zusammenhang von einem „vorläufigen Stopp“ des Bushaltestellenausbaus. „Über die Baumaßnahmen für das Jahr 2018 wird erneut zu entscheiden sein“, kündigt der Bürgermeister-Stellvertreter an.

Die Bauplaner in der Verwaltung hatten sich grundsätzlich stets für die Pläne ausgesprochen. Ihr Argument: Für den Erhalt und die Pflege der Haltestellen sei Springe als Kommune ohnehin zuständig. Und durch die Beteiligung am Umbau zur Barrierefreiheit erhalte die Stadt dafür sogar noch Fördermittel.

Von Ralf T. Mischer

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