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Jagdgenossen wollen investieren

Springe Jagdgenossen wollen investieren

Springes Jagdgenossen wollen neue Grundstücksflächen kaufen und zu Biotopen weiterentwickeln. Dies gab der Vorsitzende Bernd Gallas auf der Jahresversammlung bekannt.

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Etwa 8000 Euro will die Jagdgenossenschaft Springe in dieses Biotop südlich des Forsthauses am Deisterrand investieren.

Quelle: Lüdersen

Springe. Knapp 13 Prozent von Springes Stadtfläche machen die drei Forstreviere aus. Und damit auch erhebliche Pachteinnahmen. Insgesamt 26.700 Euro überwiesen die Jagdgenossen voriges Jahr jeweils zur Hälfte als Pacht an die Stadt und den Realverband als Eigentümer der Flächen. Das gaben die Jagdgenossen jetzt auf ihrer gemeinsamen Versammlung mit dem Realverband bekannt.

Aus eigenen Rücklagen will die Jagdgenossenschaft seit Jahren weitere Grundstücke kaufen, um sie zu Biotopen weiterzuentwickeln. Bisher war der Markt dafür allerdings so knapp, dass sie nicht zum Zuge kamen. Jetzt hat Landwirt Friedrich Bartels der Jagdgenossenschaft zwei Grundstücke südlich des Forsthauses angeboten, die bereits zu einem Biotop entwickelt sind. Etwa 8000 Euro wollen die Jagdgenossen in dieses Projekt investieren. „Das ist aber nur vorläufig, denn um die genaue Summe zu ermitteln, müssen die Areale erst vermessen werden“, sagte der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, Bernd Gallas. „Auf jeden Fall kaufen wir, denn so ein Biotop wird die Landschaft verbessern und dem Wild besseren Schutz geben“ betonte er.

Veränderungen im Vorstand

Schon im vorigen Jahr hatte Friedrich Bartels das Pachtrevier Springe Ost vom verstorbenen Eckhard Hölscher übernommen. Dadurch ergaben sich notwendige Veränderungen auch im Vorstand der Jagdgenossen. Neupächter Bartels legte sein früheres Amt als Beisitzer in der Genossenschaft nieder. An seine Stelle wählte die Versammlung einstimmig Hartmut von Döhren.

Im Lauf der Versammlung kam auch das Thema Bärenklau zur Sprache. Der Realverband sprach sich dafür aus, mit mechanischen Mitteln gegen die weitere Ausbreitung der hautreizenden Pflanze anzugehen, obwohl die Region Hannover die Bekämpfung nicht mehr fördert. Zweimal im Jahr sollen die Bestände niedergemäht werden.

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Streckenberichte für die drei Jagdbezirke. In Springe West, gepachtet von Rainer Lockhausen, betrug sie zwölf Stück Schwarzwild, davon ein Fallwild und 16 Rehe. Nur vier Füchse wurden erlegt, dazu zwei Waschbären und ein Dachs.

Peter Koch berichtete für Springe Süd, den kleinsten Jagdbezirk. Der Jagdpächter erlegte elf Rehe, fünf Sauen, 27 Füchse, zwei Nilgänse, zehn Tauben, sechs Hasen, 14 Krähen und sieben Elstern. Koch erinnerte daran, dass in seinem Revier diesmal kein Waschbär geschossen wurde. Friedrich Bartels, der für den verstorbenen Eckhard Hölscher in die Jagd Springe Ost eingetreten ist, berichtete, dass ein Stück Rotwild erlegt und 18 Wildschweine geschossen wurden. Außerdem betrug die Strecke 17 Rehe, 16 Füchse, zwei Waschbären, 46 Kaninchen und drei Krähen.

Zum Abschluss seines Berichtes wies Bernd Gallas darauf hin, dass im Deister vermutlich ein Wolf gesichtet wurde. „Es ist zwar nicht sicher, aber es gilt nicht zu fragen, ob der Wolf kommt, sondern wann. „Wir sollten uns mit dieser Tatsache vertraut machen“, schlug Gallas den Anwesenden vor.

Von Friedhelm Lüdersen

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