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Jahrzehntelanger Ampel-Kampf bewährt sich

Völksen Jahrzehntelanger Ampel-Kampf bewährt sich

Es war der Dauerbrenner: Seit Jahrzehnten schon wünschen sich die Völksener eine Ampel in der Steinhauerstraße, Höhe Kirchstraße. Über ein Vierteljahrhundert hat sich der Ortsrat mit dem Thema befasst - jetzt ist eine Lösung in Sicht. Conrad Vinken vom Fachbereich Verkehr der Region Hannover stellte die Pläne zur Sanierung der Steinhauerstraße nun dem Völksener Ortsrat vor.

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Kommt nun nach jahrzehntelangem Kampf in der Steinhauerstraße endlich eine Ampfel?

Quelle: Archiv

Völksen. Eine sogenannte „Rot-Dunkel-Ampel“ soll den bisherigen Zebrastreifen ersetzen. Für Fußgänger zeigt die Ampel immer rot, sie muss erst gedrückt werden, damit Autos anhalten und die Völksener über die Straße gehen können. „Besser als gar keine Ampel“, sagt Ortsbürgermeisterin Sigrid Hachmeister. Zwar hätte sie sich lieber eine normale Ampel gewünscht - mit allen drei Farben - aber mit dieser Lösung könne sie dennoch leben.

Kritisch wurde die geplante Anlage von dem neuen Kontaktbeamten der Polizei, Jens Günther, unter die Lupe genommen. Seiner Erfahrung nach würden Erwachsene nicht erst drücken, damit die Ampel rot wird, sondern einfach über die Straße gehen, wenn kein Verkehr da ist. „Das wäre ein Rotlichtverstoß, da die Fußgängerampel rot zeigt. Außerdem wäre das ein falsches Signal für Kinder“, sagt Günther.

Wie es auch anders gehen kann, erklärt Tiefbau-Chef Gerd Gennat. An der Springer Grundschule Hinter der Burg gebe es eine Dunkel-Ampel - das heißt, für Fußgänger zeigt sie nicht automatisch rot, sondern bleibt dunkel und muss gedrückt werden, damit sie grün wird und die Autos anhalten müssen. „Das klappt ganz gut in Springe“, weiß Gennat. Die Kinder hätten genaue Anweisungen bekommen, wie die Anlage funktioniert. Regionsmitarbeiter Vinken nimmt die Anregung jedenfalls mit nach Hannover.

Doch nicht nur für die Schüler wird sich die Steinhauerstraße verändern. Radfahrer bekommen bergauf Richtung Norden einen Schutzstreifen. Die Markierung auf der Fahrbahn zeigt an, dass sich Fahrräder und Autos die Straße teilen. Radler sind verpflichtet, diesen Streifen zu nutzen. Auf beiden Seiten sei der Bereich für Radfahrer nicht möglich, da die Straße dafür zu eng sei, so Vinken.

In der Diskussion ist außerdem ein Miniaturkreisverkehr, um so die Steinhauerstraße mit der Steinkrügerstraße, Im Stiege und Nach den Dellen zu verbinden. Diese Idee werde man im Auge behalten, so Vinken, im Zuge der aktuellen Sanierung sei das aber nicht geplant. Der Ortsrat begrüßt den Vorstoß. Für Schüler sei die Verkehrslage übersichtlicher und Querungshilfen wären dort auch möglich.

In diesem Jahr wird lediglich die Asphaltdecke oberflächlich saniert, um den Fahrbahnzustand für zehn Jahre zu verbessern und zu sichern. Den großen Schlaglöchern geht es zwar an den Kragen, in acht Jahren soll aber neu geplant und ein Vollausbau der Straße in die Wege geleitet werden - das wiederum geschehe erst in zehn Jahren. Immerhin: Mit der ersten Sanierung soll Ende Juni begonnen werden. In zwei Abschnitten für jeweils zwei Tage wird die Fahrbahn dann instand gesetzt. Die Erneuerung der Gassen und einiger Pflastersteine würde aber länger dauern. In den Sommerferien wird es daher zu einer zweiwöchigen Vollsperrung kommen.

Das Tempolimit von 50 Stundenkilometern im Zuge der Erneuerung der Ortsdurchfahrt K 214 bleibe aber bestehen. Bestrebungen des Rates, das Tempo auf 30 Stundenkilometer zu drosseln, seien nicht möglich, da es sich um eine Hauptverkehrsstraße handele, so Vinken. Fest steht: Auf Anlieger kommen keine Kosten zu. Der Ortsrat nahm die Vorschläge der Region einstimmig an.

Von Saskia Helmbrecht

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