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Kein eigener Ortsvorsteher für Mittelrode

Mittelrode Kein eigener Ortsvorsteher für Mittelrode

Ein eigener Ortsvorsteher für Mittelrode? Das Thema ist vom Tisch. In einer von rund 50 Personen besuchten Versammlung beschlossen die Bürger des Dorfs am Montagabend bei drei Enthaltungen, alles beim Alten zu lassen.

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Spontane Zusammenkunft: Der Ortsrat Eldagsen-Mittelrode berät in Mittelrode über den gerade gefassten Bürgerbeschluss.

Quelle: Lüdersen

Springe. Das heißt auch: Bei der Kommunalwahl im September 2016 wird wieder ein Doppel-Ortsrat Eldagsen-Mittelrode bestimmt. Für Ortsbürgermeister Ralf Burmeister war die Zusammenkunft, die der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hatte, eine Premiere: „Es ist meine erste Bürgerversammlung - und dabei bin ich seit 1986 in der Kommunalpolitik.“ Die Veranstaltung sei wichtig, „denn es gibt offenbar ein Informationsdefizit in Mittelrode, welche Möglichkeiten und welche Aufgaben ein Ortsvorsteher überhaupt hat“.

In den zurückliegenden Wochen war in Politik und Verwaltung die Frage aufgetaucht, ob ein Ortsvorsteher nicht günstiger und effektiver sei. Das habe zu Debatten geführt. Damit alle Mittelröder den gleichen Informationsstand haben, habe man sich für die Bürgerversammlung entschieden, so Burmeister. Ein Detail, das viele bei der Sitzung interessierte: Kommen Mittelröder Themen bislang in Eldagsen zum Zuge? „Wir haben immer auf die Belange Mittelrodes reagiert und uns stets bemüht, alle Anliegen fair zu behandeln“, versicherte Burmeister. Das bestätigte auch Henning Herbst, aktuelles Ortsratsmitglied aus Mittelrode. Auch dessen Vorgänger Heinrich Korthöber stimmte zu.

Karl-Heinz Rohlf, Fraktionschef der CDU im Ortsrat, und sein SPD-Kollege Klaus Klingenberg erinnerten daran, dass es nie Streit mit den Mittelröder Vertretern gegeben habe. Als ein Zuhörer dann lakonisch feststellte, dass ein Ortsvorsteher quasi wertlos sei, weil er nicht gewählt, sondern vom Rat bestimmt wird und zudem über keine eigenen Finanzmittel verfügt, war die Fragestunde vorüber. Burmeister stellte zwei Beschlussvorlagen zur Abstimmung. Erstens: Alles bleibt beim Alten, und der Ortsrat entscheidet in seiner nächsten Sitzung über eine eventuelle Verringerung der Sitze. Zweitens: Ein Ortsvorsteher wird eingesetzt.

Die Arme gingen bei „Erstens“ nach oben, bei drei Enthaltungen. Es bleibt dabei: Einen Ortsvorsteher gibt es in keinem einzigen Springer Stadtteil.

Von Friedhelm Lüdersen

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