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Keine Container für die Realschüler

Springe Keine Container für die Realschüler

Im Winter 2014 hatte die Stadt dem Elternrat der Heinrich-Göbel-Realschule noch eine Art Bleibegarantie gegeben. Die ist jetzt offiziell vom Tisch: Im Sommer sollen vier der verbleibenden neun Realschulklassen in die Türme der Hauptschule am Ebersberg ziehen.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Springe. Der Verwaltungsausschuss hatte am Donnerstagabend den Umzug einstimmig beschlossen. Die diskutierte Containerlösung für das Schulzentrum Nord wäre damit hinfällig. Genau die hatte man bei der Stadt und in den Schulen ohnehin skeptisch gesehen, auf höhere Kosten und schlechtere Unterrichtsbedingungen verwiesen. Und sich damit zumindest bei der Politik durchgesetzt.

Elternvertreter von Realschule und IGS halten das für einen Fehler. Die Verantwortung für die akute Raumnot liege bei der Stadt. Man bedauere, dass der fantastisch laufende Schulalltag und das große Engagement der Pädagogen deshalb jetzt so unter die Räder gerate, sagt Sabine Homann, Vertreterin für IGS und Realschule. Mit ihren Argumenten lenke die Stadt jedoch von ihren eigenen Problemen ab, kritisiert Peter Nold (IGS): Sie habe es immer wieder versäumt, den Umbau voranzutreiben oder sich rechtzeitig um Lösungen zu kümmern.

Eltern unzufrieden

Die Argumente, die aus Sicht der Stadt für den Umzug in die Türme sprechen, zweifeln die Elternvertreter an. Sie stören sich unter anderem an dem Angebot, das die Verwaltung bei einer Containerfirma eingeholt hat: Es gehe von Klassenräumen aus, die größer seien als die jetzt im Schulzentrum Nord genutzten. Auch die angefragte Containerzahl und die Mietdauer seien zu hoch. Man habe das Gefühl, die Stadt rechne sich die Türme schön, kritisiert Homann. Während das Angebot der Containerfirma bei etwa 640 000 Euro liegt, kosten die Fluchttreppen rund 300 000 Euro.

Für die Eltern eine schwierige Rechnung: So sei bislang unklar, welche Kosten die Umnutzung der Türme noch mit sich bringe. Und: „Wenn die Real- und die Hauptschule in ein paar Jahren auslaufen, dann werden die neuen Fluchttreppen gar nicht mehr gebraucht“, kritisiert Nold.

Von Christian Zett

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