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Keine Kritik erwünscht

Springe Keine Kritik erwünscht

Stadtverwaltung rät der Politik dazu, das umstrittene Einzelhandelskonzept abzusegnen

Springe. Aus Sicht der Stadt ist das bei Teilen der Politik umstrittene Einzelhandelskonzept in seinen Grundzügen in Stein gemeißelt: Änderungen würden das Papier unbrauchbar machen. Eine Ablehnung des gesamten Werks würde dazu führen, „dass wir hier abgehängt werden“, sagt Baufachbereichsleiter Reinhard Schade.

Er rät dem Rat dringend davon ab, in einzelne Formulierungen oder Passagen des von einem Dortmunder Büro erstellten Konzepts einzugreifen: „Wenn man daran rumschraubt, ist es nicht mehr schlüssig.“ Die Konsequenz: Das Dokument werde angreifbar. Dass die Politik das Papier stattdessen komplett ablehnt, ist aus Schades Sicht auch nicht zu empfehlen: „Ohne ein Konzept kann ich im Grunde keinen Bebauungsplan mehr aufstellen, um den Einzelhandel zu regeln.“

Vor der Sommerpause war im zuständigen Fachausschuss und aus den Ortsräten Kritik laut geworden: Dabei ging es um die vorgesehenen Sortimentsbeschränkungen für bestimmte Standorte wie die Osttangente (Kernstadt) oder den Pfingstanger (Eldagsen). Ziel ist der Schutz des Zentrums.

Aber auch das im Gutachten empfohlene Expansionsverbot von Aldi an der Osttangente sorgte für Unmut. Gleichzeitig darf der Lidl am Kalkwerk demnach erweitern - er gilt städteplanerisch als anderer Standort. Schade will in diesem Fall die Aussagekraft des Papiers nicht überbewertet wissen: „Entscheidend sind bei solchen Überlegungen immer Verträglichkeitsgutachten. Das sagt auch das Konzept aus.“

Seit Ende Juni liegt das Konzept öffentlich aus und ist auf der Internetseite der Stadt erkennbar; Bürger und öffentliche Träger wie Region, IHK und andere Organisationen und Behörden werden bis 29. Juli um Stellungnahmen gebeten. Danach soll es schnell gehen: Noch im August berät die Politik die eingegangenen Anregungen, der Rat soll dann noch vor der Wahl am 11. September das gesamte Dokument verabschieden und so rechtskräftig machen.

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