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Richtig fallen will gelernt sein

Springe Richtig fallen will gelernt sein

Im Obergeschoss der zum Schulzentrum Süd gehörenden Sporthalle an der Harmsmühlenstraße geht es heute ausnahmsweise ziemlich bunt zu. Dort, wo sonst die Judoka des KSV Bennigsen versuchen, sich mit geschickten Griffen gegenseitig zu besiegen, sind heute Kinder auf weichen Matten zu Gast. Sie wollen den japanischen Kampfsport kennenlernen.

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Tessa (links, stehend) kennt sich schon aus. Aber Leonie (liegend) hat auch schon etwas gelernt: Sie fällt genauso, wie es die Trainer ihr gezeigt haben.

Quelle: Voigtmann

Springe/Bennigsen. Doch bevor es auch für die Mädchen und Jungen ans Eingemachte geht, zeigen Nikolas Martin und Marie Trotte, was jeder Judo-Kämpfer auf jeden Fall gut beherrschen sollte: das Fallen. Denn wer das nicht richtig macht, kann sich schnell dabei verletzen, macht Martin den Kindern klar.

„Am besten ist es, sich mit rundem Rücken abzurollen und die Arme weit seitlich zu spreizen, sodass es ordentlich klatscht, wenn man auf die Matte kracht.“ Die Judoka nennen diese Technik auch Fallbremse. Die Mädchen und Jungen haben es schnell raus, wie man das Rückwärtsfallen so hinbekommt, dass man sich dabei nicht die Ellenbogen oder den Kopf verletzt.

Trotte und Martin sind mit den Kids zufrieden und zeigen ihnen den ersten Wurf: Es ist der „O Soto Otoshi“. Dabei halten sich Angreifer und Gegner mit der rechten Hand am Kragen und mit der linken am Ärmel gegenseitig fest. Der Angreifer schiebt seinen Gegner und versucht mit seinem rechten Unterschenkel hinter den rechten Unterschenkel seines Gegners zu kommen und drückt ihn nun über dieses Hindernis, wobei dieser zwangsläufig zu Fall kommt. Anfangs verwechseln einige der Kinder noch die Beine, aber beim dritten und vierten Versuch klappt es bei einigen schon recht gut. Nach einer kleinen Pause lernen die Besucher noch einen weiteren Wurf kennen, bei dem nicht das Bein, sondern die Hüfte dafür sorgt, dass der Gegner am Ende am Boden liegt. Wobei - als Gegner sehen sich die Judoka nicht, sondern als gute Freunde, die den gleichen Kampfsport lieben und pflegen.

Martin hofft, dass einige der Kinder Spaß an der Sportart gefunden haben und sich vielleicht zu einem der Grundkurse des KSV anmelden. Der nächste startet am Dienstag, 8. September. Von 17 bis 18 Uhr lernen Kinder ab sechs Jahren in einem achtwöchigen Grundkurs die wichtigsten Grundbegriffe des Judo.

Von Horst Voigtmann

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