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Kinder staunen über das Land der Klänge

Springe Kinder staunen über das Land der Klänge

Der Kulturkreis Springe hat, mit Unterstützung des Rotary-Clubs, ein Gastspiel der Deutschen Oper Berlin eingeladen: Zwei Musiker führten Kita-Kindern ungewöhnliche Instrumente vor.

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Besuch aus Berlin: Die Kinder sind begeistert von Bini Lee und Martin Gerke, die ungewöhnliche Instrumente vorstellen.

Quelle: Foto: Mischer

Springe. Springe. Die Frau auf der Bühne gibt kehlige Laute von sich, der Mann schmatzt, grunzt - und entdeckt dann, dass sich der Bass-Saite, die im Holzkoffer gespannt ist, tolle Töne entlocken lassen. Einsteigen bitte, in den Klang-Express, der Kita-Kinder die Welt neu hören lässt.

Der Kulturkreis hat das Gastspiel der Deutschen Oper Berlin mit Unterstützung des Rotary-Clubs für Kitas organisiert. Insgesamt 210 Kinder aus acht Kindergärten und Kitas hatten in der Kernstadt und den Ortsteilen die Gelegenheit, sich das Stück „Kuckuck im Koffer“ anzuschauen. Wobei: Nur aufs Zugucken haben sich dabei die wenigsten Kinder beschränkt. Bei fast allen löste das Musiktheater - ohne Dialog - Reaktionen aus: Vom Mitsingen und Mittrommeln bis zum lauten Lachen war alles dabei. Und ganz genau so soll es auch sein.

Bini Lee und Martin Gerke stellten Außerirdische dar, die gerade irdische Klänge entdeckten. Und sie hatten einen Koffer mitgebracht, vollgepackt mit den verrücktesten Instrumenten. Mit der bengalischen Zupftrommel Gopichand machen sie Töne, die wie im indischen Restaurant um die Ecke klingen. Sie tragen Schirme auf dem Kopf und Glitzervogelhüte. Sie singen Soli und Duette, sprechen Dada-Worte und holen aus dem Koffer immer neue Wundertöne hervor. Vogelpfeifen, Rasseln und schließlich werden sogar elektrische Zahnbürsten für ein Brummton-Quintett heranbemüht. Und aus Löffeln werden Glockenspiele.

Und wenn dann der Kuckuck aus der gelben Uhr springt, über der ein transparenter Regenschirm aufgespannt ist, dann verlieren sich fast alle jungen Zuschauer vollends in einer Fantasiewelt, in der Klänge noch kleine Wunder sind und in der Musikmachen ein großer Spaß ist. Nach der rund 40-minütigen Aufführung wird es noch einmal so richtig spannend. Dann gehen Bini Lee und Martin Gerke nach vorn - mit den Instrumenten. Und jedes Kind darf selbst mal pusten, streichen, zupfen oder trommeln: Jedes Instrument kann getestet werden. Und davon wird bei diesem Besuch aus Berlin rege Gebrauch gemacht.

Von Ralf T. Mischer

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