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Kita "Rote Schule" könnte städtisch bleiben

Springe Kita "Rote Schule" könnte städtisch bleiben

Aus dem Provisorium könnte eine Dauerlösung werden: Die Stadt denkt darüber nach, die Kita „Rote Schule“ langfristig in kommunaler Trägerschaft zu behalten.

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Eigentlich nur für den Übergang: Die Stadt Springe betreibt die Kita "Rote Schule" seit zwei Jahren.

Quelle: Symbolbild

Springe. Fachbereichsleiter Gerd-Dieter Walter sagt, es sei nicht völlig ausgeschlossen, dass dem Rat ein entsprechender Vorschlag unterbreitet werde. Das erklärte Ziel sei jedoch, die Leitung im Sommer 2016 an einen anderen Träger zu übergeben. Walter: „Die Zahlen müssen schon eine sehr deutliche Sprache sprechen, damit wir zu einer anderen Auffassung kommen.“

Die Stadt kümmert sich seit knapp einem Jahr um die Einrichtung, in der sowohl Krippen- und Kindergartenkinder als auch Grundschüler und Jugendliche betreut werden. Das Haus war jahrelang kirchlich, was aus Sicht der Stadt zu teuer wurde. Die Stadt kündigte, worauf die Eltern mit Unverständnis und monatelangen Protesten reagierten. Es kam zu einem Rechtsstreit. Am Ende übernahm die Kommune selbst das Ruder. Eine Übergangslösung für maximal zwei Jahre, wie es bislang hieß.

Im Jugend- und Sozialausschuss bat Hendrick Bennecke (Freie Wähler) jetzt um Zahlen. „Was hat uns das alles gekostet?“ Der zuständige Fachbereichsleiter Clemens Gebauer bat, ihm bis nach der Sommerpause Zeit zu lassen, um eine Analyse vorzulegen. „Ich hoffe, wir können dann sagen, ob es eine schlaue Entscheidung ist, noch mal in die Vergabe zu gehen oder ob es eventuell besser ist, eine Kita in städtischer Trägerschaft zu haben.“ Dort könnten möglicherweise einfacher Zusatzangebote wie eine Ferienbetreuung für Grundschüler auf die Beine gestellt werden.

Ein einziges Jahr sei „sicherlich kein optimaler Referenzzeitraum“, gibt Walter zu bedenken. „Wir haben aber bereits entschieden, dass wir kein zweites Jahr warten können. Die Entscheidung muss noch in diesem Jahr fallen.“ Der Grund: Für ein Vergabeverfahren müssen mehrere Monate eingeplant werden.

Gut möglich, dass dann ein erneuter Gerichtsstreit beginnt. Die Stadt wäre in diesem Punkt aus dem Schneider, wenn sie die Trägerschaft behält. Walter: „Mögliche Interessenten hätten dann keine Ansprüche mehr. Wir haben keine Vergabeverpflichtung.“

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