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Klassik und Moderne in der Gestorfer Kirche

Konzertreihe von Magdalene Döling Klassik und Moderne in der Gestorfer Kirche

Eine Mischung aus klassischen Musikstücken und modernen Kompositionen für Cello und Bratsche bekamen die Zuhörer in der Gestorfer Kirche serviert. Zwei Musiker des Mannheimer Nationaltheaterorchesters spielten dieses Mal bei der von Magdalene Döling organisierten Konzertreihe.

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Der Bratschist Julien Heichelbech (links) und der Cellist Friedemann Döling spielen in der Gestorfer Kirche.

Quelle: Voigtmann

Gestorf. Freunde der anspruchsvollen Musik reisen mittlerweile auch von weit her nach Gestorf, um bei den von Magdalene Döling organisierten Konzerten zu spielen oder zu lauschen. So auch am vergangenen Sonntag in der Gestorfer Kirche: Im Rahmen des Gestorfer Sommers begrüßte sie den Bratschisten Julien Heichelbech und ihren Sohn, den Cellisten Friedemann Döling. Beide Musiker sind Mitglieder des Nationaltheaterorchesters Mannheim.

Die Tatsache, dass die beiden Musiker sich kennen und daher aufeinander eingespielt sind, ist nach wenigen Takten des Duetto F-Dur von Alessandro Rolla (1757 bis 1841) für die etwa 80 Besucher des Konzertes spürbar. Forte und Piano werden gekonnt eingesetzt, je nachdem, welches der beiden Instrumente gerade das Thema übernimmt. Bei den ausgewählten Musikstücken hat mal das Cello, mal die Bratsche die tiefe Lage.

Die Auswahl der Stücke kann nur als gelungen bezeichnet werden. Nach den romantischen Klängen Rollas folgen die gewagten Dissonanzen eines Duetts von Paul Hindemith (1895 bis 1963). Dann wieder Romantik: Komponist Franz Danzi (1763 bis 1826), der wie die beiden Musiker des Abends, Mitglied des Mannheimer Ensembles war und dort das Cello spielte.

Danach wieder eine Begegnung mit der Moderne: Die Bucolics (Hirtenlieder) von Witold Lutoslawski (1913 bis 1994) waren zunächst für das Klavier gedacht, bevor der Komponist eine Version für Bratsche und Cello schrieb. Der folkloristische Ursprung lässt sich erahnen, auch wenn in den musikalischen Miniaturen gewagte Harmonien und Dissonanzen eines modernen Komponisten dominieren.

Mit dem unvollendeten „Duett mit zwei obligaten Augengläsern“ von Ludwig von Beethoven (1770 bis 1827) ging das Konzert zu Ende. Über die beiden Musiker bleibt zu sagen, dass ihr Spiel spannungsreich und für die Konzertbesucher in jeder Hinsicht ein Genuss war.

Von Horst Voigtmann

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