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Klinik auf der Reserveliste

Springe Klinik auf der Reserveliste

Das Land Niedersachsen hat sich jetzt auch offiziell von den Plänen verabschiedet, im leer stehenden Klinikum eine Flüchtlingsunterkunft einzurichten.

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Die Springer Notfallambulanz. Archiv

Springe. Eine Sprecherin des Innenministeriums erklärte gegenüber der dieser Zeitung, man plane „zukünftig keine Unterbringung von Flüchtlingen im Krankenhaus Springe“. Das Gebäude soll jedoch als eins von landesweit sechs Reserveobjekten vorgehalten werden (wir berichteten) - eine schnelle Nachnutzung scheint damit ebenfalls vom Tisch.

Grund für die Planänderung ist - wenig überraschend - der Rückgang der Flüchtlingszahlen seit Anfang des Jahres. Das Land werde deshalb nach und nach die Kapazitäten verringern, so eine Sprecherin. Das Springer Krankenhaus hatten die Verantwortlichen für vier Jahre vom Regionsklinikum gemietet. Es sollte ursprünglich ab Januar zur Entlastung überfüllter Erstaufnahme-Einrichtungen dienen.

Dass das Land trotzdem nicht ganz auf den Standort Springe verzichten will, hängt mit dem neuen Unterbringungskonzept zusammen: Im Innenministerium will man damit auf womöglich wieder ansteigende Zahlen flexibel reagieren können. Die bereits angemieteten Plätze werden dafür laut einer Sprecherin in „aktive“ und „ruhende“ Kapazitäten eingeteilt. Das Krankenhaus Springe fällt in die zweite Kategorie: Sollten die Flüchtlingszahlen plötzlich wieder steigen, könne man so innerhalb weniger Tage reagieren. Das passt zu den Angaben des bereits verpflichteten Trägers DRK: Dort hieß es immer, man könne bei Bedarf in kürzester Zeit die Einrichtung an den Start bringen.

Während aber für andere nicht mehr benötigte Unterkünfte die Verträge auslaufen, ist das Land im Krankenhaus noch für vier Jahre in der Pflicht. Beim Klinikum Region Hannover will man denn auch nichts von Überlegungen wissen, das Krankenhaus vorzeitig anders zu nutzen: „Das Land hat die Immobilie für vier Jahre gemietet und ist nicht an uns herangetreten, um den Mietvertrag vorzeitig aufzulösen“, sagt eine Sprecherin. Zumindest war bislang nicht groß in die Unterkunft investiert worden. Dem Konzern zufolge sei lediglich die Notfallambulanz baulich vom Rest des Hauses getrennt worden. Darüber hinaus habe es „keine wesentlichen Umbaumaßnahmen“ gegeben.

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