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Kommt der Maibaum zurück?

Bennigsen Kommt der Maibaum zurück?

Ortsratsmitglied Udo Herrmann setzt sich für den Maibaum ein und prüft die Rückkehr des Traditionsfestes nach Bennigsen.

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Ein Maibaumfest in Bennigsen? Im Jahr 2018 soll eine Entscheidung getroffen werden.

Quelle: Foto: Archiv

Springe. In der Nachbarkommune Lüdersen gibt es einen, auch in Völksen oder Gestorf darf er nicht fehlen: der Maibaum. Ob Bennigsen jetzt auch einen bekommt, will Ortsratsmitglied Udo Herrmann in einer Studie herausfinden. Er will prüfen, ob sich in der Stadt ein Maibaumfest realisieren lässt.

Zahlreiche Besucher würden das Traditionsfest in anderen Ortsteilen besuchen - „das Interesse an so einem Event ist also da“, sagt Herrmann. Wenn Bennigsen tatsächlich einen Maibaum bekommt, müsse aber sichergestellt werden, dass sich keine Feiern in Springe überschneiden. Es gehe nicht darum, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. „Warum kann man nicht zwei bis drei Tage vor oder nach dem 1. Mai den Baum aufstellen? Ich persönlich wäre da flexibel“, sagt das Ortsratsmitglied.

Wenn die Terminfrage geklärt ist, müsse der Ortsrat entscheiden, welche Art Baum infrage kommt. Möglich ist zum Beispiel die norddeutsche Variante, also eine Birke mit Zweigen und Bändern - ohne Kranz oder Schilder. Die andere Möglichkeit: die bayerische Variante mit Tafeln. „Mit der Birke hätten wir generell weniger Aufwand“, sagt Herrmann. Ein so großes Exemplar wie in Springe sollte es aber vorerst nicht werden. „Ich bin dafür, dass wir erst mal mit einer Minimalversion mit dem geringsten Aufwand beginnen und sehen, wie es sich weiter entwickelt“, sagt er.

Steht der Termin und die Baumart fest, müsse geklärt werden, welche Vereine helfen können und wollen. „Vor gut einer Woche habe ich alle Vereine angeschrieben, etwa sieben haben sich schon zurückmeldet“, sagt er und zieht eine erste Bilanz.

Das bisherige Fazit der Studie: Das Interesse ist da, nur stehe bei den Vereinen der damit verbundene Aufwand im Mittelpunkt.

„Daher müsste auch die Schirmherrschaft für das Maibaumfest durch den Ortsrat gegeben sein, sonst wird es schwer.“ Gerade vor diesem Hintergrund sei es wichtig, das Risiko so gering wie möglich zu halten, sollte der Ortsrat sich für eine Ausrichtung des Festes entscheiden.

Dann müsste auch überlegt werden, wo ein Baum aufgestellt werden könnte. Über die behördlichen und statischen Auflagen, etwa der Haftung oder Statik, soll es bereits erste Gespräche mit den zuständigen Mitarbeitern der Stadt gegeben haben.

Neben der Standortfrage soll die Studie auch ermitteln, welche Kosten auf den Ortsrat zukommen könnten. Zudem solle ein möglicher Zeitplan erstellt werden.

„Es ist einfach eine Möglichkeit, die Leute zusammenzuführen, die Geselligkeit zu fördern und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken“, sagt Herrmann und wirbt für eine Rückkehr des Festes. „Wir haben kein Volks- oder Schützenfest mehr und nur noch ein Mini-Osterfeuer. Das ist einfach zu wenig.“

Anregungen sind willkommen

Am Ende der Studie will Herrmann dem Ortsrat eine Empfehlung aussprechen. Bis dahin hofft er aber auf die Anregungen der Bennigser: „Daran könnte ich auch sehen, wie die Resonanz bei den Bewohnern ist“, sagt Herrmann.

Wer Ideen hat, könne gerne eine E-Mail an udo-herrmann@t-online.de schicken. „Bis jetzt bin ich mit dem Fortschritt der Studie sehr zufrieden.“ Ziel sei aber, bereits für 2018 eine Entscheidung zu treffen.

Am 4. Oktober will Herrmann den Entwurf vorstellen. Im Dezember soll dann der Ortsrat in seiner Sitzung über die Ausrichtung des Maibaumfestes abstimmen.

Von Saskia Helmbrecht

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