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Schnell ein paar Kreuze machen

Springe Schnell ein paar Kreuze machen

Der Ausgang dieses Tages ist richtungsweisend dafür, wie sich Springe in den kommenden fünf Jahren entwickelt: Mit den Wahlen am Sonntagabend wird ein neuer Stadtrat gebildet, auch in den Ortsräten könnte es künftig andere Mehrheitsverhältnisse geben.

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So sehen die Wahlzettel aus: Petra Eilers und Julian Kiesewetter betreuen die Briefwahlstelle im Feuerwehrgerätehaus.

Quelle: Mischer

Springe. Die Bürger der 20 Umlandkommunen und der Landeshauptstadt stimmen zudem über die Zusammensetzung der Regionsversammlung ab.

58,5 Prozent der Springer gingen bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren an die Urne - sollte dieser Wert noch weiter sinken, wäre das erschreckend. Die Möglichkeit der vorgezogenen Briefwahl nutzten 3362 Springer. Das sind immerhin 14 Prozent der 23 976 Stimmberechtigten. Andererseits: Vor fünf Jahren machten 3418 Bürger vorab ihre Kreuze.

Es wird aus vielfacher Sicht spannend, der neue Stadtrat könnte richtig bunt werden. Das bedingen das kleine Parteien unterstützende Auszählverfahren und der Umstand, dass es auf kommunaler Ebene keine 5-Prozent-Hürde gibt. Es gibt aber vor allem auch so viele Bewerber wie noch nie: Theoretisch könnten zehn Parteien, Gruppen und Einzelbewerber einziehen - dazu gehören auch die AfD und deren frühere Mitstreiter, die mittlerweile die „Allianz Bürgerwille“ bilden.

Das bedeutet aber auch: Die Mehrheitsfindung würde nicht einfacher. Die CDU fürchtete im Wahlkampf schon „Weimarer Verhältnisse“ - ein Verweis auf die politischen Wirren vor der Machtergreifung der Nazis. Aber auch, wenn man die Sache ein bisschen tiefer hängt, bleibt die Frage spannend: Wie viel Zersplitterung verträgt der Rat? SPD und Grüne etwa haben ihre Mehrheit in den vergangenen fünf Jahren kaum einmal politisch koordiniert genutzt - offizielle Koalitionen wie etwa im Hamelner Rat gab es ohnehin nie.

Ein Thema hat ansonsten den Wahlkampf beherrscht, mit dem der Rat eigentlich gar nichts am Hut hat: die Schließung des Krankenhauses vor einem Jahr. Die Springer SPD hat seitdem versucht, sich öffentlich von den verantwortlichen Genossen in der Region zu distanzieren - zuletzt schlug Parteivize Bastian Reinhardt etwa bei Facebook vor, das SPD-Plakat mit Regionspräsident Hauke Jagau zu überkleben.

Bei der Bürgermeisterwahl im Januar bekamen die Sozialdemokraten - zumindest nach eigener Interpretation - die Bürgerwut zu spüren: Kandidat Volker Gniesmer, dessen Wahlkampf allerdings auch nicht immer glücklich verlief, landete auf dem letzten Platz.

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