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„Krach macht krank“

Gestorf „Krach macht krank“

Nach Eldagsen und Bennigsen zieht jetzt auch Gestorf nach - in Bezug auf ein Tempolimit. „Fast alle Anwohner der Calenberger Straße fühlen sich äußerst stark durch den Lärm belästigt, und Krach macht krank“, sagt Hubert Telgmann, der direkt betroffen ist.

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Ob Auto, Lkw oder landwirtschaftlicher Transport: Der Lärm an der Calenberger Straße würde weiter zunehmen. Mischer

Gestorf. Nach der NDZ-Berichterstattung von Sonnabend über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung in Bennigsen, möchte Telgmann einen neuen Anlauf starten und das Thema Straßenlärm wieder auf den Tisch bringen. „Seit geraumer Zeit nimmt die Lärmbelästigung zu, die Situation ist schlimmer als in Eldagsen oder Bennigsen“, ist sich der 61-Jährige sicher. Zu dem täglichen Berufsverkehr kämen Mautflüchtlinge von der A2 dazu: Lkw-Fahrer versuchen, Mautgebühren zu sparen, weichen auf Bundes- oder Landesstraßen aus und verursachen damit massive Straßenschäden. Mit Beginn der Erntezeit kämen die landwirtschaftlichen Fahrzeuge ebenfalls dazu. Dieser Verkehr könne nicht verhindert werden, allerdings würden sich die Verantwortlichen mit einem Konzept für eine nachhaltige Lärmminderung schwertun. „Eine Reduzierung der Geschwindigkeit reduziert den Lärm und trägt zur Sicherheit bei“, meint der Gestorfer.

Und fordert eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde. „Bei Tempo 50 ist ein Lkw so laut wie 20 Autos“, weiß Telgmann. Mehrmals habe er sein Anliegen der Politik geschildert. „Weil es sich um eine Landesstraße handelt, wurde der Antrag bereits mehrfach abgeschmettert“, sagt der Gestorfer Ortsbürgermeister Eberhard Brezski.

Brezski weiß, dass viele Anwohner von dem Lärm gestört werden. „Es ist definitiv eine Belästigung“, stellt er klar und betont, den Ärger der Anwohner nachvollziehen zu können. Zu Beginn der neuen Legislaturperiode möchte der Ratsherr und frisch gewählte Regionsabgeordnete erneut einen Antrag stellen und das Thema Verkehrsberuhigung in Angriff nehmen. „Bennigsen versucht es ja jetzt auch. Zumindest sollte man versuchen, ein nächtliches Tempolimit für die Calenberger Straße zu erreichen“, sagt Brezski. „Eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 würde den Lärmpegel auf fast die Hälfte vermindern“, hofft Telgmann.

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