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Krach ums Biken

Springe Krach ums Biken

Ärger um die Mountainbike-Strecken im Deister: Der Verein Deisterfreunde wirft den privaten Waldbesitzern vor, dass sie am Runden Tisch fehlen.

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Zwischen Mountainbikern und Waldbesitzern knirscht es.

Quelle: FOTO: DPA

Springe. Springe/Wennigsen. Die zwischen Region, Landesforsten, Waldbesitzern und Sportlern ausgehandelte Vereinbarung für legale Mountainbike-Strecken im Deister knirscht: Der Verein Deisterfreunde wirft einigen privaten Waldbesitzern eine „Verweigerungshaltung“ vor: Sie nähmen nicht mehr an den regelmäßigen Runden Tischen bei der Region teil. Deisterfreunde-Chef Oliver Reich sagt, der Kontakt zu den Besitzern sei abgerissen: „Und es gibt dafür keinen vernünftigen Grund. Wir zahlen Pacht an die Landesforsten als unseren Vertragspartner, wir halten uns an die Abmachungen. Ich verstehe die Verweigerungshaltung nicht.“

Im vergangenen Jahr hatten Region und Landesforsten den nach langwierigen Verhandlungen beschlossenen Kompromiss noch einmal gelobt und das positive Verhalten des Verein hervorgehoben: Auf zwei legalen Trails im Deister dürfen die Mountainbiker seitdem ihrem Sport nachgehen. Ziel ist es, deren Interesse mit dem anderer Waldnutzer in Einklang zu bringen. 2016 wurde die Ausnahmegenehmigung für das Landschaftsschutzgebiet, das das Betreiben der Trails erst ermöglicht, um weitere zwei Jahre bis Ende 2018 verlängert.

2016, bilanzieren die Deisterfreunde, sei aber auch so seit der Vereinsgründung 2011 und der ersten Eröffnung der Trails 2014 das ereignisreichste Jahr gewesen: Die Sportler organisierten Fortbildungen, luden zum Sommerfest und zum ersten Vereinsrennen mit mehr als 50 Startern. Im Spätsommer soll es eine Neuauflage geben. Aber auch abseits der Strecke wollen die Mountainbiker ihr Wald-Engagement zeigen: So sammelten im Winter mehr als 30 Mitglieder einen Tag lang Müll.

Finanziell sieht Vereinssprecher Mirko Haendel die Deisterfreunde im grünen Bereich, auch wenn auf der Ausgabenseite ein deutliches Plus im Vergleich zu 2015 steht: „Wir haben Vereins-Trikots und T-Shirts produzieren lassen, wir haben Werkzeug für die Trail-Pflege angeschafft, und wir haben mittlerweile einen vereinseigenen Pkw“, erklärt Kassenwart Mark Wolf.

Und: Offensichtlich sind die Mitglieder mit der Arbeit ihres Vorstands in den vergangenen zwei Jahren zufrieden. Reich, sein Stellvertreter Rüdiger Dinse, Wolf und Haendel wurden jetzt in ihren Ämtern bestätigt.

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