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Krankenhaus-Förderverein vertagt Auflösung

Springe Krankenhaus-Förderverein vertagt Auflösung

Mit dem Aus für das Springer Krankenhaus hat auch der Förderverein eigentlich keine Aufgabe mehr. Die Mitglieder haben sich dennoch gegen eine Auflösung entschieden. Stattdessen sollen nun Springer Hilfsangebote unterstützt werden.

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Das Krankenhaus Springe hat im September seinen Betrieb eingestellt.

Quelle: Andreas Zimmer

Springe. Eigentlich waren die Mitglieder des Fördervereins des Springer Krankenhauses zusammengekommen, um über die Auflösung des Vereins zu diskutieren. Doch die rund 40 anwesenden Mitglieder entschieden sich zunächst für ein Fortbestehen. Allerdings gibt es für die Mitglieder eine ausschlaggebende Änderung: Ab Januar werden keine Mitgliedsbeiträge mehr eingezogen. Die Vereinskasse ist prall gefüllt – 18693,77 Euro weist der jüngste Kontoauszug aus. Was mit diesem Geld geschehen soll, war dann auch überraschenderweise Hauptthema der Sitzung.

Die Mitglieder des Fördervereins haben sich schließlich dazu entschlossen, andere gemeinnützige Organisationen finanziell zu unterstützen. Einzige Voraussetzung ist, dass diese eine ähnliche Ausrichtung aufweisen müssen wie der Krankenhaus-Förderverein. Die Mitglieder haben auch schon einige Kandidaten im Blick, die ihrer Ansicht nach förderungswürdig wären. Das Beste daran: Alle Spendenempfänger kommen aus Springe. „Das finde ich besonders wichtig“, sagte Fördervereinsvorsitzender Tim Schmelzer während der Sitzung. „Schließlich ist dieses Geld aus Springe für Springe zusammengekommen, so bleibt es wenigstens in der Stadt.“

Konkret einigten sich die Mitglieder darauf, 10 000 Euro an den hiesigen Hospizverein zu überweisen. Dieser sei in seiner Ausrichtung und Konzentration auf die Gesundheit der Menschen ein idealer Spendenempfänger. Zudem werde dieser, so ein Fördervereinsmitglied, mit Wegfall des Springer Krankenhauses vermutlich noch weiteren Zulauf bekommen. Ebenfalls unterstützt werden soll ein Projekt des Fördervereins des Rotary Clubs mit 1000 Euro. Dritter im Bunde ist der Kinderschutzbund. Der Organisation, die im DRK-Haus beheimatet ist, wird der Förderverein mit 5000 Euro unter die Arme greifen.

Wie es mit dem Verein selbst nun weitergeht, ist noch unklar. Für 2016 ist eine weitere Sitzung geplant, um dann noch einmal darüber zu beraten.

Von Jennifer Schüller

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