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Krankenhaus als Notunterkunft sorgt für Wirbel

Springe Krankenhaus als Notunterkunft sorgt für Wirbel

Die bevorstehende Nutzung des Krankenhauses als Notunterkunft sorgt für Wirbel: Einige Springer fühlen sich überrumpelt - andere organisieren bereits erste Unterstützer-Gruppen im Internet. Aus Reihen des Runden Tisches Krankenhaus wird Kritik laut am Vorgehen von Region und Klinikum. Der Vertrag zwischen Land und Konzern ist - Stand Montagnachmittag - noch nicht unterschrieben.

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Für den Runden Tisch ist die Zukunft der Notfallambulanz offen. 

Quelle: Zimmer

Springe. Eine Springer Delegation hatte wochenlang mit Region- und Klinikvertreter am Runden Tisch gesessen - und schließlich erfolgreich die Einrichtung der Notfallambulanz gefordert. Doch was ihnen damals angekündigt worden sei, gelte offenbar nicht mehr, berichten Teilnehmer erbost: So sei vom Klinikum zugesagt worden, die Ambulanz mit einem umfangreichen Marketing (Flyer, Zeitungsanzeigen, Öffentlichkeitsaktionen) bei der Bevölkerung zu bewerben: „Gesehen hat man davon kaum etwas“, heißt es aus der Delegation.

Ohnehin sei die Öffentlichkeit stets bewusst aus dem gesamten Prozess herausgehalten worden. Nach der Medizinstrategie selbst waren auch die Ergebnisse des Runden Tisches hinter verschlossenen Türen ausgehandelt worden. Und jetzt - bei den Gesprächen über die Flüchtlingsunterkunft - seien die Bürger wieder die Letzten, die etwas erfahren.

Am Runden Tisch fürchtet man nun offenbar um das, was dort ausgehandelt wurde, und das, was Springe vom Krankenhaus noch bleibt: die Notfallambulanz. Ob und wie es für die Einrichtung nach Ende 2017 weitergeht, steht ohnehin in den Sternen.

Für Irritationen hatte außerdem Regionspräsident Hauke Jagau gesorgt: Auf eine Anfrage der CDU-Regionsabgeordneten Gabriela Kohlenberg hin hatte er bestätigt, dass in dem Beschluss des Krankenhausplanungsausschusses eine Überprüfung zum Fortbestand der Notfallambulanz nicht vorgesehen ist. Fakt ist: Wenn die Region nicht rechtzeitig von sich aus einen Antrag stellt, der dann beim Land erneut beraten wird, geht es auch nicht weiter.

Eine Flüchtlingsunterkunft im gleichen Gebäude, so die Angst, könnte jetzt den ohnehin schwachen Startbetrieb und die Nutzung der Ambulanz noch weiter einschränken. Das Klinikum selbst hatte bislang nur versichert, die Ambulanz bleibe in jedem Fall bestehen. Doch Teilnehmer des Runden Tisches sehen das ganze Konstrukt ohnehin gefährdet: Es werde nicht nur schlecht beworben und erklärt - auch die Ausstattung mit ausgebildeten Internisten und Leihärzten mache die Einrichtung künstlich unattraktiv.

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Noch sind die Verträge für eine Flüchtlings-Notunterkunft im Springer Krankenhaus nicht unterschrieben. Wenn die Heimatlosen einziehen, sollen sie von der Notfallambulanz räumlich getrennt werden.

Die Notunterkunft für Flüchtlinge soll – sofern sie denn kommt – von der Notfallambulanz räumlich deutlich getrennt werden, unter anderem durch zwei Eingänge. Das verspricht Regionspräsident Hauke Jaugau.

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