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Krankenhaus zu haben

Springe Krankenhaus zu haben

Das Krankenhaus ist wieder auf dem Markt: Das Land hat den langjährigen Nutzungsvertrag mit dem Regionsklinikum vorzeitig aufgelöst. Das hat das niedersächsische Innenministerium bestätigt.

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Nicht mehr beim Land auf der Liste: Der Nutzungsvertrag über das Krankenhausgebäude ist aufgehoben.

Quelle: Mischer

Springe. Für bis zu vier Jahre hatte das Land das weitgehend leere Haus gemietet. Ursprünglicher Plan: Im Januar sollten dort bis zu 300 Flüchtlinge Platz finden und so die überfüllten Notaufnahmen im Land entlasten. Doch als die Flüchtlingszahlen wieder sanken, schoben die Planer die Eröffnung immer wieder hinaus - bis sie sich im Juli auch offiziell vom Plan verabschiedeten. Damals hieß es aber noch, das Springer Krankenhaus solle als eines von sechs Reserveobjekten dienen - falls die Zahlen doch wieder ansteigen.

Und auch das ist inzwischen überholt: Nach Angaben des Innenministeriums gehört Springe nicht mehr zur Reserveliste (auf der die Region Hannover inzwischen gar nicht mehr auftaucht). Daher habe man mit dem Klinikum Region Hannover einen Aufhebungsvertrag geschlossen - „mit Wirkung vom 31. August 2016“, wie es im Innenministerium heißt.

Das wiederum bedeutet: Seit fünf Wochen ist das Krankenhaus frei. Die Klinikum-Geschäftsführung bestätigt das: Auf Bitte des Landes habe man den Vertrag „einvernehmlich aufgehoben“.

Die Notfallaufnahme werde jedoch ebenso weiter betrieben wie die vermietete Arztpraxis im Haus. Gespräche mit möglichen Nachnutzern seien in den vergangenen Wochen aber noch nicht geführt worden. Man werde „Überlegungen zur weiteren Verwendung der Liegenschaft anstellen und mögliche Nachnutzungsoptionen prüfen“, teilt die Geschäftsführung mit. Von der weiteren Nutzung hänge dann auch ab, ob und in welchem Umfang die Gebäude saniert oder umgebaut werden.

Auch mit der Stadt stehe man im Gespräch. Bürgermeister Christian Springfeld bestätigt das: Es habe zwischendurch immer wieder Interessenten gegeben - bisher sei aber nichts Konkretes dabei herausgekommen.

Beim Runden Tisch Krankenhaus, an dem sich auch Springer Vertreter um eine mögliche Nachnutzung des Gebäudes bemüht hatten, war vom Aufhebungsvertrag bislang nichts bekannt - das bestätigten Mitglieder am Mittwoch. Der Tisch sei zur Schließung des Krankenhauses eingerichtet worden und inzwischen „abgeschlossen“, heißt es im Klinikum.

Im Sommer dieses Jahr hatte sich das Gremium zuletzt getroffen - und will es Sprecher Horst Callies zufolge wieder tun, sobald die lang ersehnten Zahlen zur Notfallambulanz vorliegen. Aktive am Runden Tisch hatten bei Treffen oder hinter vorgehaltener Hand immer wieder die Informationspolitik des Klinikums kritisiert.

Von Christian Zett

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