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Kreisel soll entschärft werden

Völksen Kreisel soll entschärft werden

„Das Ganze hat Geld gekostet und nichts gebracht“, ärgert sich Ortsratsmitglied Jürgen Kohlenberg. Der neue Kreisel an der K 214 in Völksen habe den Verkehr nicht sicherer gestaltet, sondern gefährlicher. Die Region soll die Ausgestaltung der Mittelinsel prüfen - das hat der Stadtrat jetzt entschieden.

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Im April wollen sich Verwaltungsmitarbeiter mit Region und Land treffen, um Lösungen für den Kreisverkehr zu diskutieren.

Quelle: Mischer

Springe. „Die Sicherheit wird da vernachlässigt, am einfachsten wäre es, wenn der Kreisel ganz wegkäme“, so Kohlenberg. Das sehen die zuständigen Fachdienste der Stadt anders: „Eine Rückabwicklung des Kreisverkehrs bedeutet keine Verbesserung der Verkehrssicherheit“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. Der Ortsrat habe immer wieder Anträge zur Entschärfung der Kreuzung gestellt. Der Kreisverkehr habe zu einer Geschwindigkeitsreduzierung beigetragen und damit auch zur Entschärfung. „Der Kreisverkehr hat damit eindeutig eine verkehrsberuhigende Wirkung.“ Das hätten Verkehrsmessungen ergeben.

„Es gibt dort keine verkehrswidrigen Verhältnisse, sondern leider zu oft verkehrswidriges Verhalten der Autofahrer.“ Das führe wiederum zu gefährlichen Situationen. Die Verwaltung überlegt, dass rund um den Kreis auch Fußgängerüberwege angelegt werden könnten, um gleichzeitig Autofahrer an ihre Rücksichtnahme gegenüber Fußgängern zu erinnern. Für diese Überwege sind aber Region und Land zuständig, das Ändern der Bordsteinabsenkung wäre hingegen Aufgabe der Stadt.

„In absehbarer Zeit wird sich da etwas tun“, verspricht Regionssprecher Klaus Abelmann. Im April soll es ein internes Treffen mit Region, Verwaltung und Polizei geben, um verschiedene Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Mittelinsel zu besprechen. „Vor Ort gehen wir dann auch ins Detail“, sagt Abelmann.

Schüler sind überfordert

Das ist auch das Ziel des Tiefbauamtes. Bei dem Termin mit Region und Land soll erreicht werden, dass die Kreismitte bald umgebaut werden soll, damit Autofahrer richtig in die Kreisfahrbahn fahren. „Das wird zu einer weiteren Verkehrsberuhigung und Steigerung der Sicherheit führen.“

Bereits im Februar kritisierte CDU-Ratsherr Friedrich Mattiszik während der Verkehrsausschusssitzung, dass Fußgänger und speziell Schüler mit der neuen Verkehrsführung überfordert seien.

Zum Hintergrund: Die Region hatte Ende vergangenen Jahres im Kreuzungsbereich Steinhauer Straße/Steinkrüger Straße einen provisorischen Kreisverkehr eingerichtet. Viele Autofahrer würden den aber ignorieren, die Kreuzung schneiden und die Mittelinsel einfach überfahren, kritisierten einige Politiker. Eine endgültige bauliche Gestaltung des Mini-Kreisels sollte aber erst in etwa zehn Jahren erfolgen. Der Verwaltung dauert das zu lange: Daher soll die Region - unabhängig vom Endausbau der K 214 - bereits jetzt eine kostengünstige Ausgestaltung prüfen.

Völksens Ortsbürgermeister Andreas Wietstock kann sich Kohlenberg nicht anschließen, Wietstock begrüßt den Kreisel generell. „Der Verkehr ist definitiv langsamer geworden, vor der Einrichtung des Kreisverkehrs wurde wesentlich schneller gefahren. Und: „Die Zahlen der Verkehrsmessung sprechen für sich.“

Von Saskia Helmbrecht

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