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Lampe unterstützt Springfeld

Springe Lampe unterstützt Springfeld

Der unterlegene Bürgermeisterkandidat Uwe Lampe empfiehlt seinen Unterstützern, bei der Stichwahl am 31. Januar für Christian Springfeld zu stimmen. In diesem Fall hätte der FDP-Bewerber zumindest rechnerisch zu Spitzenreiter Ralf Burmeister (CDU) aufgeschlossen.

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Ziel der Bewerber bei der Stichwahl ist der Chefsessel.

Springe. Rund 24 000 Bürger müssen in knapp zwei Wochen noch einmal einen Nachfolger für Jörg-Roger Hische wählen, der im vergangenen Jahr überraschend gestorben war. Beim ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag hatten, wie berichtet, Ralf Burmeister (CDU) 41,4 Prozent, Christian Springfeld (FDP) 22 Prozent, der parteilose Uwe Lampe 19,1 Prozent und Volker Gniesmer (SPD) 17,6 Prozent erreicht.

Dass es nicht einfach wird, weiß Springfeld. Trotzdem rechnet der 38-Jährige, analysiert Stimmen, vergleicht Ortsteile, bastelt Tabellen. „Wir wollen sehen, wo wir noch Potenzial haben“, sagt er. Auf Springfelds Facebook-Seite gingen am Sonntagabend zahlreiche Glückwünsche ein - unter anderem von Patrick Döring, dem früheren Generalsekretär der Bundes-FDP.

Im Gegensatz zur ersten Wahlkampf-Runde will die FDP in den kommenden zwei Wochen neue Springfeld-Plakate an vielen Laternen aufhängen. Der Liberale will sich weiter in möglichst vielen Ortsteilen zeigen: „Ich habe schon einige Einladungen bekommen.“ Dabei hofft er, auch SPD-Wähler locken zu können. Es gebe viele Positionen, „die mich für Sozialdemokraten wählbar machen“, sagt er. „Ich hoffe, dass die Leute über ihren Schatten springen.“

Schon am späten Sonntag hat sein Gegenkandidat Ralf Burmeister die roten Aufkleber geordert, die bald auf seinen Plakaten kleben und an die Stichwahl erinnern werden. Heute Abend will der Christdemokrat sich mit seinem Wahlkampf-Team zusammensetzen und beraten, wie er die verbleibenden Tage bis zum Bürgermeister-Duell nutzen kann. „Im Großen und Ganzen werden wir so weitermachen wie bislang: Präsenz zeigen und auf die Leute zugehen“, sagt der Eldagser, der in der ersten Wahlrunde fast doppelt so viele Stimmen auf sich vereinen konnte wie Springfeld.

Sorgen bereitet Burmeister die geringe Wahlbeteiligung. „Die Wähler zu mobilisieren, wird jetzt das Hauptthema sein.“ Als „beeindruckend“ beschreibt der Christdemokrat einen Tag nach der Wahl sein Wahlergebnis: Er hatte in jedem Springer Ortsteil - außer in Bennigsen - die meisten Stimmen aller vier Kandidaten erhalten.

Dem parteilosen Kandidaten Uwe Lampe fehlten am Sonntag 301 Stimmen für die Stichwahl. „Ich bin programmatisch ganz nah an Herrn Springfeld“, stellte der 62-Jährige im Lauf des Wahlkampfs fest. „In den zentralen Punkten waren wir uns einig. Beide halten einen Neu- oder Anbau für das Rathaus für unnötig und plädieren für ein Zukunftskonzept für die Deisterstadt.

Ob er seine Popularität (28,7 Prozent Stimmenanteil in der Kernstadt) nutzen will, um im Herbst für den Ortsrat oder Rat der Stadt zu kandidieren? Vorstellen könne er es sich, sagt Lampe - wenn, dann aber weiterhin nur als Unabhängiger.

Von Marita Scheffler und Christian Zett

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