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Lampe will Rathaus-Chef werden

Springe Lampe will Rathaus-Chef werden

Der ehemalige Ratsherr und Tafel-Mitbegründer Uwe Lampe will Springer Bürgermeister werden. Lampe wirft seinen Hut als unabhängiger Kandidat in den Ring, sein SPD-Parteibuch hat er nicht mehr.

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"Ich habe Visionen, bin flexibel und möchte Springe voranbringen", wirbt der 62-jährige Lampe für sich.

Quelle: Scheffler

Springe. Schweren Herzens hat Uwe Lampe sein Parteibuch zurückgegeben, nach drei kämpferischen Jahrzehnten in der SPD. Dass sich der 62-Jährige nach der Krankenhaus-Debatte von den Genossen auf Regions- und Unterbezirksebene „verschaukelt“ fühlt, ist nur ein Grund für seinen Austritt. Der andere: Lampe kandidiert als Unabhängiger fürs Amt des Stadtbürgermeisters.

Auf dem Zettel für die Wahl am 17. Januar werden damit mindestens fünf Namen stehen - alle von Männern. Die SPD legt sich heute Abend auf ihren Favoriten fest. Für die CDU tritt Ralf Burmeister aus Eldagsen an, die FDP wird höchstwahrscheinlich Christian Springfeld aus Bennigsen nominieren. Dazu kommen die beiden unabhängigen Bewerber Lutz Hoffmann sowie Uwe Lampe.

Lampe war Ende der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre Vorsitzender der SPD Bennigsen. In den Neunzigern saß er auch im Stadtrat. Der gelernte Bankkaufmann ist als Personalberater tätig. Er engagiert sich als ehrenamtlicher Richter am Oberverwaltungsgericht Lüneburg (Schwerpunkt: Baurecht) und hat 2008 die Springer Tafel aus der Taufe gehoben, an deren Spitze er nach wie vor steht. Seit mehreren Monaten bereitet er im Hintergrund die Eröffnung eines Bürger-Kaufhauses („Soziales Kaufhaus“) in den Räumen des früheren Plus-Marktes vor.

Das „sozial“ in seinem Wahl-Slogan ist eine Schlussfolgerung. Dazu setzt Lampe die Begriffe „unabhängig“ und „bürgernah“. „Ich halte es für besser, losgelöst von Parteiprogrammen und ideologischen Zwängen agieren zu können“, lautet Lampes Idealvorstellung von einem Bürgermeister. Er habe deshalb mit der SPD brechen müssen. „Trotz meines Alters habe ich Visionen, bin flexibel und möchte Springe mit Tatkraft voranbringen“, sagt der 62-Jährige. Er ist überzeugt, dass die Deisterstadt von seiner Lebens- und Berufserfahrung profitieren könne: „Ich denke, ich kann mich an meinen Taten messen lassen.“

Im Wahlkampf will Lampe von Haus zu Haus gehen und viel Zeit in die Gespräche mit Anwohnern investieren, um zu hören, „wo die Nöte sind“. Eine Forderung, darauf wettet er, wird mehrfach dabei sein: „Wir brauchen mehr Bürgerbeteiligung.“

300 Sozialdemokraten aus dem Stadtgebiet können am Freitagabend darüber abstimmen, wen die Partei als Kandidaten fürs Bürgermeisteramt nominiert. Drei Bewerber gibt es: Gegen den Ratsvorsitzenden Volker Gniesmer aus Bennigsen treten Bastian Reinhardt und Hartmut Albers (beide Kernstadt) an. SPD-Chef Eberhard Brezski rechnet nicht damit, dass während der Sitzung ein weiterer Kandidat auftaucht. Rechtlich möglich wäre das allerdings.

Die Versammlung beginnt um 19 Uhr im Ratskeller in Eldagsen. In einer Vorstellungsrunde hat jeder Bewerber 15 Minuten Zeit, um sich zu präsentieren.

von Marita Scheffler

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