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Land soll im Schulstreit helfen

Springe Land soll im Schulstreit helfen

Der durch ein Gutachten des Landesrechnungshofs wieder aufgeflammte Streit um Gebühren für Schüler aus Bad Münder am Otto-Hahn-Gymnasium Springe geht weiter.

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Momentan sind von 1100 OHG-Schülern 175 aus Bad Münder.

Quelle: Lehmann

Springe. Wie berichtet hatte der Landesrechnungshof die Stadt Springe und andere Kommunen dazu aufgefordert, über Zahlungen zu verhandeln - und zwar immer dann, wenn Schüler aus Nachbarorten die eigenen Schulen besuchen. Innerhalb der Region Hannover gibt es eine entsprechende Regelung - nur mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont nicht. Dass der auch heute nicht bereit ist, von sich aus zu verhandeln - geschweige denn zu zahlen - kann Springes Rathauschef Gerd-Dieter Walter nachvollziehen: „Die Reaktion ist wenig überraschend.“ Der Springer Verwaltungsausschuss hat deshalb in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, beim Land eine Gesetzesreform anzumahnen - und damit doch wieder Gelder beim Nachbarlandkreis Hameln-Pyrmont einfordern zu können.

Vor zehn Jahren war der Streit um Gastschulbeiträge eskaliert: Springe drohte damit, keine Münderaner Schüler mehr am OHG zu akzeptieren. Schließlich einigten sich Stadt und Landkreis auf eine Einmalzahlung von 450 000 Euro über drei Jahre. An der Einmaligkeit hält man in Hameln bis heute fest: Man sehe sich erst gesetzlich verpflichtet, zu zahlen, wenn der Anteil der Schüler aus einem anderen Kreis 25 Prozent betrage. Momentan sind von 1100 OHG-Schülern 175 aus Bad Münder.

Springe habe heute weniger gute Argumente in einer Verhandlung: „Damals gab es im Landkreis Hameln-Pyrmont einen Mangel an Schulplätzen. Die waren froh, dass wir freiwillig Schüler aufgenommen haben“, sagt Walter. Heute sei das Gegenteil der Fall. Nicht zu verhehlen sei auch der Vorteil für das OHG, das nicht zuletzt dank der Kinder und Jugendlichen aus Bad Münder seine heutige Größe halte und so die Qualität seiner Angebote sichern könne.

Umso wichtiger sei es jetzt, ein vernünftiges Modell für einen Kostenausgleich zu finden. Auf Bitte der Politik nimmt die Stadt deshalb jetzt per Post Kontakt zum Kultusministerium auf. Man wolle in eine Situation kommen, „in der wir nicht auf Almosen angewiesen sind, sondern einen gerechten Ausgleich bekommen“, sagt Walter deutlich.

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