Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 9 ° heiter

Navigation:
Leser fragen Kandidaten

Springe Leser fragen Kandidaten

„Eine Frage noch, Herr Kandidat“: Unter diesem Motto hatte der Deister Anzeiger seine Leser und einige Interessensvertreter gebeten, vor der Stichwahl Fragen an die Bürgermeister-Bewerber Ralf Burmeister (CDU) und Christian Springfeld (FDP) zu richten.

Voriger Artikel
Der Zukunft auf der Spur
Nächster Artikel
Textikdesignerin mit Niedersächsischem Staatspreis ausgezeichnet

Beantworten die Fragen der Leser: die Bürgermeisterkandidaten Ralf Burmeister (links) und Christian Springfeld.

Quelle: Mischer

Springe. Wie geht es weiter mit der Sportstättennutzungsgebühr? (Manfred Wissmach, Springe)

Burmeister: Ich bin grundsätzlich dagegen. So viele Bürger sind ehrenamtlich in den Sportvereinen organisiert. Klar, wir sind in der Haushaltskonsolidierung. Aber ob das den Schuldenstand so dermaßen drückt, weiß ich nicht.

Springfeld: Ich schließe mich an. Man soll den Ehrenamtlichen nicht noch Steine in den Weg legen. Damit machen wir mehr kaputt, als es bringt.

Wie wollen Sie mit dem Thema Straßenausbau-Beiträge umgehen? (Manfred Schwabe, Springe)

Springfeld: Das Modell, die Kosten für den Straßenausbau auf alle Bürger umzulegen und auf die Gebühren für Anwohner zu verzichten, gibt es zum Beispiel in Schleswig-Holstein schon. Und auch in Niedersachsen haben wir eine Gesetzesinitiative. Das sollte hier auch möglich sein.

Burmeister: Da spielt auch der defizitäre Haushalt eine Rolle: Einnahmen durch Beiträge müssen wir erheben. Eine Umlage für alle trifft aber nicht nur Grundstücksbesitzer, sondern auch Mieter. Außerdem müssen wir darauf achten, dass Leute, die gerade erst bezahlt haben, nicht plötzlich doppelt zur Kasse gebeten werden.Wenn es für IGS und Realschule aus Platznot eine Außenstelle gibt, fürchten wir, dass unsere Tochter mit anderen Realschülern abgeschoben und aus dem sozialen Schulleben isoliert wird.

Was schlagen Sie vor? (Dr. Petra Böhmer-Brinks, Thomas Brinks, Springe)

Burmeister: Es tut mir leid, dass Haupt- und Realschüler hin- und hergeschoben werden. Das ist nicht schön. Vorstellbar ist, dass nur die Fachräume in die jetzige Hauptschule umziehen. Eine Lösung muss der Runde Tisch erarbeiten.

Springfeld: Das ist eine unglückliche Situation für alle Beteiligten. Man muss die Ressourcen in der Stadtverwaltung auf das Schulzentrum Nord konzentrieren, bevor wir andere Großprojekte angehen.

Wird der Deisterkessel am Hamannsbruch bebaut? (Stefan Sohns, Springe)

Springfeld: Das ist ein Filetstück, das wir in Angriff nehmen und diskutieren müssen. Ausschließen möchte ich da nichts. Es wäre ja logisch, dort das fortzusetzen, was mit dem Kreisverkehr schon angelegt ist.

Burmeister: Springe soll als Wohnstandort interessanter werden. Und da gehört dazu, dass wir uns Baugebiete wie dieses und die Schille in Bennigsen anschauen. Ich möchte da ohne Vorbehalte rangehen.

Welches Thema zum Verhältnis von Kommune und Kirche möchten Sie mit mir zuerst diskutieren? (Superintendent Detlef Brandes, Kirchenkreis Laatzen-Springe)

Springfeld: Zuerst denke ich an das Flüchtlingsthema. Bisher wird da Beeindruckendes geleistet. Mein Anliegen ist aber, dass die ehrenamtliche Arbeit besser koordiniert wird.

Burmeister: Die Kirche stellt in der Kommune eine wichtige Schnittstelle dar, etwa bei den Kitas, aber auch bei den Flüchtlingen. Ich würde umgekehrt einfach fragen, welche Bedürfnisse die Kirche in Springe hat.

Wie lauten für Sie die drei wichtigsten Punkte in einem Arbeitspapier mit dem Titel „Visionen für die Innenstadt? (Wilko Struckmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft WIR)

Burmeister: Erstens: Leerstandsbeseitigung. Zweitens: mehr Aktivitäten. Da muss immer Leben sein. Und drittens: Anreize schaffen für weitere Ansiedlungen. Wir müssen einen Magneten haben, der Leute anzieht.

Springfeld: Ich möchte erstens einen Jour fixe mit der Werbegemeinschaft einrichten. Das verbessert die Kommunikation. Zweitens ist es wichtig, das Woolworth-Gebäude ins Visier zu nehmen. Da ist planerisch der größte Spielraum. Drittens wäre mir wichtig, dass sich die Kaufleute bewusst werden, dass sie Dinge anbieten müssen, die es im Internet nicht gibt: gute Beratung und tollen Service. Eine Baumsatzung könnte verhindern helfen, dass die letzten alten Bäume auf Privatgrundstücken verschwinden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.