Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Linke haben Fünf-Prozent-Marke in Visier

Springe Linke haben Fünf-Prozent-Marke in Visier

Mit 2,3 Prozent mussten sich die Linken bei den Wahlen vor fünf Jahren begnügen. Jetzt legt Ratsherr Axel Seng die Messlatte höher: „Wir wollen die Fünf-Prozent-Marke knacken“, heißt das erklärte Ziel des Völkseners, der an der Spitze der Linken steht.

Voriger Artikel
Alles Bio im Deister?
Nächster Artikel
Opfer fehlt beim Prozessauftakt

Treten für die Linke an: Dirk Janz (von links), Udo Selent und Axel Seng.

Quelle: privat

Springe. Die Partei zieht mit lediglich drei Bewerbern in den Kommunalwahlkampf, darunter ist keine Frau. „Wir bedauern, dass wir keine weiteren Kandidaten begeistern konnten“, betont Seng, „aber man kann ja niemandem zu seinem Glück zwingen.“ Zehn Mitglieder hat die Gruppe in Springe.

Zusammen mit dem 54-jährigen Paketzusteller Seng, der bislang als Einzelkämpfer im Rat sitzt, treten Parteisprecher Dirk Janz (44, Briefzusteller) und Udo Selent (53, Betriebswirt) an. Selent will auch versuchen, einen Sitz im Ortsrat Bennigsen zu bekommen. Seng und Janz kandidieren außerdem für den Ortsrat Völksen. Ein Platz im Ortsrat wäre neu für die Partei.

Die Linken wollen bei der Wahl am 11. September vor allem den Grünen Stimmen abluchsen. Die hatten beim Urnengang 2011 überraschend sieben Sitze erhalten und damit den stärksten Zuwachs verbuchen können. „Ein paar Monate zuvor war die Reaktorkatastrophe in Fukushima“, erinnert sich Seng. „Davon haben die Grünen profitiert.“ Er hoffe, dass jetzt zahlreiche Wähler wieder „das Soziale in den Vordergrund stellen. Da haben wir als Linke etwas mehr zu bieten als die anderen“.

Der Partei liegen der soziale Wohnungsbau und Umweltthemen am Herzen. Außerdem wollen sich die Mitglieder für den dauerhaften Erhalt der Stadtbibliothek, des Hallenbades und des Museums einsetzen. Seng: „Diese Institutionen machen Springe lebenswert.“

Ein weiterer Punkt auf der Agenda: Straßenausbau-Beiträge in der jetzigen Form solle es nicht länger geben. „Das war für uns schon ein Thema, bevor die FDP es für sich entdeckt hat“, erzählt Seng. Die Suche nach alternativen Finanzierungsformen sei bislang am Widerstand der großen Ratsparteien gescheitert, betonte der Ratsherr der Linken.

von Marita Scheffler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.