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Mann schlägt Ex mit der Faust

Bennigsen Mann schlägt Ex mit der Faust

Weil er seine ehemalige Lebenspartnerin mit der Faust ins Gesicht geschlagen und gewaltsam in deren Wohnung in Bennigsen eingedrungen ist, hat Richterin Mandy Urbschat einen Familienvater zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt. Der einschlägig vorbestrafte Mann bestritt die Körperverletzung.

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Das Amtsgericht Springe. (Symbolbild)

Quelle: Archiv/Symbolbild

Springe. Streitigkeiten um das Besuchsrecht seines jüngsten Kindes waren der Anlass für die Attacke, die eine andere Mieterin im Haus so beschrieb: „Der war wie in einem Wahn.“ Der Vorfall ereignete sich im Januar, als der Mann, wie gerichtlich vereinbart, seine beiden Töchter von der getrennt lebenden Mutter abholen wollte. Da das jüngere Kind aber nach dem letzten Besuch beim Vater schlecht gewindelt und wund gewesen sei, habe sie ein ärztliches Attest gehabt, berichtet die Mutter in ihrer Zeugenaussage. Das besagte, dass der Vater seine jüngere Tochter an diesem Tag nicht mitnehmen konnte. Ihr Ex-Partner sei sehr aggressiv gewesen, und habe das Attest sehen wollen, erzählte sie. Als sie das Schriftstück holen wollte, blockierte er das Schließen der Haustür mit dem Fuß. Danach drängte er sich in die Wohnung. „Das stimmt auch so“, bekannte der Angeklagte. Dann aber habe seine ehemalige Partnerin ihn an den Armen festgehalten. Daraufhin habe er sie leicht mit der Hand im Gesicht berührt.

„Er hat mich mit der Faust geschlagen“, erklärte hingegen das Opfer. Dabei habe sie eine Nasenprellung erlitten. Auch Übelkeit, Schwindel und länger anhaltende Kopfschmerzen habe sie nach dem Schlag verspürt. Ein Röntgenbild ergab aber keine Frakturen. Immer wieder versuchte der Angeklagte in der Verhandlung indes, ihre Verletzungen herunterzuspielen. Die Nase sei grundsätzlich gerötet, das sei ein Dauerzustand, erklärte er. Doch die Fotos und auch die Zeugenaussagen zweier Nachbarn ließen das Gericht zu der Überzeugung gelangen, dass das Opfer tatsächlich mit der Faust attackiert worden war.

Die Kinder seien völlig verängstigt gewesen und hätten geweint, berichtete zudem eine Nachbarin. „Es ist schlimm, wenn Kinder so etwas erleben müssen“, sagte der Staatsanwalt in Richtung des Angeklagten. Und Richterin Urbschat erklärte: „Niemand darf geschlagen werden.“ Wegen des Vorfalls war gegen den Mann ursprünglich ein Strafbefehl über 500 Euro ergangen, gegen den er Einspruch eingelegt hatte. Das neue Urteil kommt ihn also deutlich teurer zu stehen.

Von Anne Brinkmann-Thies

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