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Marktplatz ohne Weihnachtsmarkt?

Springe Marktplatz ohne Weihnachtsmarkt?

Der neue Organisator des Weihnachtsmarktes, Torsten Blei, kann sich vorstellen, die Budenstadt 2016 an einem anderen Ort als auf dem Marktplatz aufzubauen. Details möchte er noch nicht nennen - um die Pläne nicht zu gefährden.

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Im Lichtermeer: Ortsratsmitglied Jörg Gassl (links), der bisherige Organisator des Weihnachtsmarktes, zusammen mit seinem Nachfolger Torsten Blei.

Quelle: Molgedey

Springe. Während der Springer Ortsrat weiterhin Veranstalter des Adventsmarktes bleibt, übernimmt im nächsten Jahr der 41-jährige Handwerker Torsten Blei die Organisation. Zwar hatte zuletzt immer ein Ratsmitglied den Markt ausgerichtet, doch in den eigenen Reihen fand Sozialdemokrat Jörg Gassl dieses Mal keinen Nachfolger. Dazu kommt, dass im Herbst 2016 Kommunalwahlen sind und die jetzigen Bürgervertreter dann eventuell nicht mehr im Gremium sitzen.

Auch wenn Blei den jetzigen Weihnachtsmarkt zur Übergabe nutzte, glaubt er: „Ich springe da ins kalte Wasser.“ Warum sich der Ortsrat Blei ausgeguckt hatte: „Es ist bekannt, dass ich Schausteller-Erfahrung habe und über gute Kontakte verfüge.“

Wer glaubt, dass der Markt eine Goldquelle ist, der irrt: Die Einnahmen decken nicht einmal die Kosten, betont Gassl. Der Ortsrat habe das Defizit in jedem der vergangenen Jahre ausgeglichen. Und da das Gremium offizieller Veranstalter des Marktes bleibt, werde sich an dieser Praxis auch nichts ändern, verspricht Gassl. Er und seine politischen Mitstreiter würden Blei außerdem mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Den traditionellen Termin des Budenzaubers am zweiten Adventswochenende stellt Blei nicht infrage, den Ort hingegen schon: Der Marktplatz sei zwar stimmungsvoll, allerdings seien dort der Auf- und Abbau „sehr stressig“. Wegen des Wochenmarktes können die Beschicker frühestens am Freitag um 14 Uhr mit dem Aufbau ihrer Hütten beginnen. „Mit allem Drum und Dran steht man da an dem Abend schon mal bis 22 Uhr“, sagt Blei, der sich mit einem eigenen Stand beteiligt hat.

Blei kennt die stete Kritik, der Markt sei zu klein und ungemütlich, das Verhältnis zwischen Verzehrbuden und Kunsthandwerker- wie Vereinsständen stimme nicht. „Auch mir wird es nicht gelingen, es allen recht zu machen“, gibt sich Blei zu. Andererseits gebe es viele Besucher, denen das Angebot sehr gut gefalle. Blei wolle sich bemühen, im kommenden Jahr leichte Veränderungen vorzunehmen. Ein Wunsch: mehr Vereine zur Teilnahme zu motivieren.

von Marita Scheffler

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