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Marode Landesstraße 460 soll ausgebessert werden

Springe Marode Landesstraße 460 soll ausgebessert werden

Das Niedersächsische Verkehrsministerium rechnet fest damit, dass die Straße auf dem Bauplan 2017 berücksichtigt wird. Besonders die Strecke zwischen Gestorf und Bennigsen ist sanierunsgbedürftig.

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Die Landesstraße 460 ist in einem äußerst schlechten Zustand.

Quelle: FOTO: ARCHIV

Springe. Bennigsen/Gestorf. „Wir wollen definitiv keine Landesstraße auf Tempo 10 setzen müssen“, sagt Sprecherin Sabine Schlemmer-Kaune vom Niedersächsischen Verkehrsministerium. Und lässt durchblicken, dass sie entsprechenden Aussagen der Straßenmeisterei Wennigsen, wonach dieses Jahr auf der Landesstraße 460 zwischen Bennigsen und Gestorf „gar nichts mehr passiert“, keine allzu große Bedeutung beimisst.

Der schlechte Zustand der Landesstraße 460 sei im Ministerium bekannt. Aus diesem Grund habe Verkehrsminister Olaf Lies seine persönliche Zusage, sie vor ihrer Grundsanierung 2020 zumindest soweit wieder herzurichten, dass dort gefahrlos Tempo 70 gelten könne, bereits an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr weitergegeben.

Die erstellt zur Zeit das Bauprogramm 2017 und ist noch mit der Erfassung der Winterschäden beschäftigt. Das Ministerium rechnet damit, den vollständigen Plan der Behörde in zwei bis drei Wochen auf dem Tisch zu haben. „Und dann schauen wir sehr genau hin, ob die Straße dort auftaucht oder nicht“, ergänzt Kaune-Schlemmer. Sollte dies nicht der Fall sein, würde das Ministerium intervenieren. „Infrastruktur ist uns sehr wichtig, das gilt natürlich auch für die Region Hannover“, betont sie.

Bis zu dieser Entscheidungsgrundlage heißt es für alle Entrüsteten in Bezug auf das aktuelle Tempo-50-Limit auf der ebenso befahrenen wie beschädigten Landstraße erst mal: Füße stillhalten.

„Das dauert seine Zeit, bis so etwas intern abgeklärt ist“, sagt auch Gestorfs Ortsbürgermeister Eberhard Brezski und hat sich vorgenommen, frühestens nach den Osterferien in dieser Angelegenheit nachzufassen.

Wann auf den niedersächsischen Landstraßen etwas passiert, ist also trotz guten Willens vonseiten des Ministeriums noch lange nicht raus. „Die Straße steht natürlich in Konkurrenz zu vielen anderen, die womöglich noch schlechter dastehen“, dämpft auch Sprecherin Kaune-Schlemmer die Hoffnungen. Das Ziel sei auch nicht, dass die Straße vor der Grundsanierung wieder aussieht wie eine eins.

Immerhin aber sei der Anteil als „schlecht“ eingestufter Landesstraßen in Niedersachsen in den letzten fünf Jahren dank der Anstrengungen und Mehrinvestitionen der Landesregierung um 5,7 Prozent zurückgegangen. Konkret heißt das: Mit der Strecke zwischen Gestorf und Bennigsen sind noch 1330 weitere Straßenkilometer in beklagenswertem Zustand - Winterschäden sind da noch nicht eingerechnet.

Die Landesbehörde muss beurteilen, wo die Schäden am größten sind, bevor es an die Abwägung geht, welche Straßen in puncto Infrastruktur Vorrang verdienen. Lokalpolitiker werten die Strecke zwischen Gestorf und Bennigsen als besonders wichtig, weil sie nicht nur Schul- und Schwerverkehr trägt, sondern auch ein Zubringer zur S-Bahn ist.

Von Katharina Weißling

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