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Mehr Auswahl an Lehrstellen

Springe Mehr Auswahl an Lehrstellen

Der Ausbildungsmarkt hat sich positiv entwickelt. Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind sowohl die Zahl der gemeldeten Lehrstellen als auch die der Bewerber gestiegen. Zugleich gibt es weniger Jugendliche, die noch keinen Vertrag unterschrieben haben.

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Max Hustig (19), Lehrling in der Ausbildung zum Mechatroniker, hält am 29.10.2013 in einem Autohaus in Dresden (Sachsen) eine Bremsscheibe. 

Quelle: Sebastian Kahnert

Springe. Die Zahl der angebotenen Stellen ist um 16,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das beschert den Jugendlichen bessere Ausbildungschancen direkt vor Ort. 72 Stellen waren zum Stichtag bei der Arbeitsagentur gemeldet, zehn mehr als im Vorjahr. 24 davon waren zum Zeitpunkt der Erhebung sogar noch unbesetzt.

Auf der anderen Seite standen 182 Jugendliche aus Springe, die sich dazu entschlossen haben, eine Ausbildung zu machen. Das sind ebenfalls zehn mehr als 2015. Davon hatten 38 zum Zeitpunkt der Statistikerhebung noch keine Lehrstelle gefunden. Rechnerisch könnten sie einfach eine offene Stelle übernehmen. „So einfach ist das aber nicht“, weiß Holger Habenicht, Sprecher der zuständigen Agentur für Arbeit in Hannover. „Tatsächlich interessieren sich die meisten Jugendlichen für solche Berufe, die gerade in Mode sind. Und davon werden in Springe nicht allzu viele angeboten.“ Besonders beliebt etwa sind Lehrstellen im Bereich Handel, Gewerbe und Dienstleistungen. Dort hat die Deisterstadt nur 15 Plätze im Angebot.

„Es ist also klar, dass viele Jugendliche sich dazu entschließen, nach Hameln oder Hannover zu gehen, weil sie zu Hause nicht das finden, was sie suchen“, sagt Habenicht. „Die jungen Leute sind mobil, und das ist gut so.“ Dadurch, dass sich viele auf besonders begehrte Branchen konzentrieren, bleiben umgekehrt Stellen, die heimische Betriebe ausgeschrieben hatten, unbesetzt. 24 waren das zum Zeitpunkt der letzten Erhebung, fünf mehr als im Vorjahr.

Das könnte sich aber in den nächsten Wochen ändern, auch nach Beginn des Ausbildungsjahres Anfang Oktober. „Wir befassen uns derzeit intensiv mit der Nachvermittlung“, sagt Habenicht. Jugendliche, die noch ohne Stelle sind, werden von der Arbeitsagentur zu Gesprächen eingeladen. Die Arbeitsberater regen die jungen Leute dazu an, über Alternativen zur Traumausbildung nachzudenken.

Davon gibt es in Springe eine ganze Menge: zehn Lehrstellen in der Baubranche, elf in der Verwaltung und 25 in der Rohstoffgewinnung. In manchen Fällen könne es auch schlauer sein, die Ausbildung um ein Jahr zu verschieben. „Stattdessen kann eine Einstiegsqualifizierung als Vorbereitung sinnvoll sein“, sagt er.

von Ralf T. Mischer

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