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Mehr Geld für den Kinderschutzbund

Springe Mehr Geld für den Kinderschutzbund

Der Andrang ist groß, er ist für die Flüchtlinge oft die erste Anlaufstelle: der Kleiderladen des Kinderschutzbundes in Springe. Nun hat der Sozialausschuss dafür gestimmt, den Verein mit mehr Geld zu unterstützen. Daraus sollen neue Projekte entstehen.

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Die gebürtige Kenianerin Emma Gerke arbeitet im Kleiderladen des Kinderschutzbundes Springe.

Quelle: Scheffler

Springe. „Jede Flüchtlingsfamilie, die in Springe ankommt, kommt mindestens einmal hierher“, weiß Familienberaterin Britta Lehnhardt. „Hier“ ist das Büro des Kinderschutzbundes An der Bleiche. Vor allem im Kleiderladen ebbt der Andrang nicht ab, oftmals bilden sich Schlangen vor der Tür. „Zum Glück ist aber auch die Spendenbereitschaft nach wie vor gut“, sagt die Vorsitzende Roswitha Prüssing.

Der Sozialausschuss hat dafür gestimmt, den Verein im kommenden Jahr mit 18 000 statt den bislang üblichen 12 000 Euro zu unterstützen. Der Stadtrat dürfte dem Votum in seiner morgigen Sitzung folgen. Das Geld ist für Integrationsprojekte bestimmt. In diesem Bereich sei der Kinderschutzbund „aktuell ein unverzichtbarer Akteur“, beschreibt Verwaltungschef Gerd-Dieter Walter. Die Haupt- und Ehrenamtlichen würden vorbildlich mit den Rathaus-Mitarbeitern zusammenarbeiten - gebe es sie nicht, müsse die Kommune deutlich mehr Geld ausgeben, um die Angebote zu organisieren.

Die Politiker waren nach ihrem Rundgang durch die Vereinsräume beeindruckt. „Es ist bewundernswert, mit wie viel Herzblut sie sich engagieren“, sagte Ausschussvorsitzender Bastian Reinhardt und bescheinigte den Aktiven damit überdurchschnittliches Engagement.

Flüchtlingsfamilien werden direkt nach ihrer Ankunft in Springe zum Kleiderladen des Kinderschutzbundes geschickt. Dort werden die Jungen und Mädchen auch außerhalb der Öffnungszeiten versorgt, unterstreicht Familienberaterin Lehnhardt. Sie bezeichnet den Kleiderladen als Herzstück des Angebots: „Niedrigschwelliger geht es nicht. Und wenn der erste Kontakt geknüpft ist, steht ein Mitglied aus der Familie früher oder später in meinem Büro.“ Lehnhardt lädt dann zu einem der zahlreichen anderen Treffen der Organisation ein, zum Beispiel zur Kinderstube oder zum Deutschkurs für Eltern.

Die Flüchtlingsfamilien werden kostenlos eingekleidet. Auch beim zweiten oder dritten Besuch verzichten die Mitarbeiter auf einen Betrag. Zur Kasse müssen die Migranten erst, wenn sie merklich in Springe angekommen sind.

Von Marita Scheffler

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