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Mit dem Feldhamster gegen Südlink

Springe Mit dem Feldhamster gegen Südlink

Der bedrohte Feldhamster gilt als eine Art natürlicher Feind mancher Bauprojekte, als Maskottchen derer, die sie verhindern wollen. Lebt er dort, wo gebaggert werden soll, wird es zumindest schwierig.

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Der bedrohte Feldhamster lebt womöglich im geplanten Südlink-Trassenverlauf - sagt die Stadt Springe. dpa

Quelle: Uwe Anspach

Springe. Auch die Stadt bedient sich des possierlichen Tierchens: Es soll helfen, den möglichen Verlauf der Südlink-Trasse durch Springer Gebiet zu verhindern.

Heute Abend stellt die Verwaltung der Politik im Planungsausschuss vor, mit welchen Argumenten sie gegen die unterirdische Stromleitung ins Feld ziehen will. Der Ausschuss trifft sich um 18 Uhr in der Aula der Grundschule Hinter der Burg. Am Donnerstag soll dann der Verwaltungsausschuss die Beiträge endgültig absegnen. Einige Auszüge:

n Feldhamster: Dass der Feldhamster überhaupt da ist, steht nicht fest. Die Stadt pocht aber auf das „Schutzkonzept Feldhamster in der Region Hannover“ von Oktober 2009. Es weist südlich von Bennigsen zwischen Völksen und Gestorf einen „für Feldhamster potenziell geeigneten Lebensraum“ aus - mitten im angepeilten Trassenkorridor. Und: Am Steinbruch Lauseberg bei Völksen sowie an der Finie südöstlich von Alferde waren in den vergangenen Jahren tatsächlich Tiere nachgewiesen worden.

n Menschen: Klar, der Trassenkorridor führt an bewohnten Orten vorbei. Aber manchmal ordentlich knapp: So schreibt Betreiber Tennet selbst in einer Vorlage, der Verlauf sei eigens um das Gut Bockerode bei Mittelrode verschwenkt worden. Man habe aber darauf geachtet, dass Siedlung, Industrie, Wälder oder Windenergieflächen „nur randlich“ betroffen seien. Die Stadt fürchtet aber auch, der nahe Verlauf an den Ortsgrenzen von Bennigsen, Alferde oder Boitzum könnten auf lange Sicht mögliche Erweiterungen in Form von Wohngebieten verhindern.

n Abwasser: Der Südlink soll unterirdisch verlaufen. Und was ist da schon? Genau: städtische Abwasserleitungen. Der Südlink solle auf jeden Fall, fordert die Stadt, unter diesen Leitungen laufen. Sie müssten außerdem jederzeit für Reparatur- oder Bauarbeiten zugänglich bleiben. Für Schäden, so die Stadt, müsse Tennet ansonsten haften.

n So geht’s weiter: Die Stadt will die Ergebnisse der Diskussion noch vor Fristende am 29. November an Tennet übermitteln. Bis zu diesem Datum können auch alle Bürger im Internet (www.suedlink.tennet.eu) bei einem frühzeitigen Beteiligungsverfahren ihre Bedenken und Hinweise loswerden.

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