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Mülltonnen versperren Weg

Springe Mülltonnen versperren Weg

Die Umstellung von der Restmüllsack- auf die Tonnen-Abfuhr steht Springe noch bevor. Die wenigen Papier- und Wertstoff-Tonnen, die es jetzt schon gibt, sorgen in einigen Straßen allerdings bereits für Unmut, da sie die Bürgersteige versperren. Wer einen Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen dabei hat, muss mitunter auf die Fahrbahn ausweichen.

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Teilweise nur 50 Zentimeter Platz: Mit einem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen kann es montags auf Straßen wie der Akazienallee eng werden.

Quelle: privat

Springe. Dreimal hat ein 67-jähriger Springer bei Abfallentsorger Aha angerufen und seinem Ärger Luft gemacht. Der Bewohner der Akazienallee sei ausdrücklich kein Gegner der Tonne, betont er. „Mit den Säcken produzieren wir Abfall, um den Abfall zu entsorgen. Das ist widersinnig.“ Doch wie die Tonnen nach Entleerung abgestellt werden, stört den Anwohner, in dessen Nachbarschaft zahlreiche Familien schon auf die Papier-Tonne umgestiegen sind. Am frühen Montagmorgen stellen diese die Tonnen in ihre Grundstückseinfahrten - dicht an den Bürgersteig. Doch die Aha-Mitarbeiter würden die Tonnen nach dem Entleeren regelmäßig mitten auf dem Gehweg stehen lassen. Das habe bereits im Sommer dazu geführt, dass eine Seniorin umknickte, als sie mit ihrem Rollator vom Bordstein rutschte. Die Frau habe sich glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt, der Vorfall machte den 67-jährigen Anwohner trotzdem nachdenklich. „Wer haftet im Ernstfall?“

Der Rentner wandte sich an die Service-Hotline der Aha. Dort habe man ihm versichert, dass die Müllwerker die Behälter zurück auf die Grundstücke ziehen. Auch der 67-Jährige ist überzeugt: „Das ist bestimmt kein böser Wille, sondern dem Umstand geschuldet, dass die Mitarbeiter unter massivem Zeitdruck stehen.“ Trotzdem müsse sich etwas ändern.

Der Wunsch wird jedoch nicht in Erfüllung gehen, wie Aha mitteilte. Weil man „für die Altpapiertonnen und O-Tonnen keine Gebühren erhebt und dies für die Einwohner der Region kostenlos ist, gibt es die Bedingung, diese an die Fahrbahnkante zu stellen und von dort auch wieder abzuholen“, sagt Unternehmenssprecherin Helene Herich. Die Müllwerker müssten die Tonnen also nicht anfassen, wenn sie auf dem Grundstück stehen.

Das Problem mit den versperrten Gehwegen sei keins: „Das funktioniert sogar in der Landeshauptstadt.“ Für die Rest- und Biomüll-Tonnen, die in Springe in eineinhalb Jahren eingeführt werden, gibt es dagegen einen kostenlosen Holservice. Die Mitarbeiter gehen bis zu 15 Meter weit.

Von Marita Scheffler

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