Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Musik verbindet die Generationen

Springe Musik verbindet die Generationen

Wenn Alt und Jung einander verstehen und voneinander lernen: Mehrgenerationenprojekte gibt es in Springe nicht nur in der Theorie - sondern auch in der Praxis. Genauer gesagt im Diakoniezentrum an der Jägerallee.

Voriger Artikel
Offene Fragen nach Großbrand
Nächster Artikel
Region muss Beteiligung wiederholen

Unter der Leitung von Dagmar Paulsen (r.)
und Rebecka Wittbold (hinten, 2. v. l.) von der Diakonie tanzen die „Deisterkrümel“ für die Senioren. Helmbrecht

Springe. Dort treffen sich jede Woche Demenzkranke mit Kindern der „Deisterkrümel“ zum Musizieren.

Über 70-Jährige und unter Siebenjährige haben hier jede Menge Spaß zusammen. Sie singen, tanzen, bewegen sich zur Begrüßung oder machen eine Polonaise, während die Senioren im Takt zur Musik klatschen oder mitsingen.

Als das Projekt im Januar gestartet wurde, gab es noch Ängste und Vorbehalte, sagt Lauren Welliehausen, Vorsitzende des Kindergartens. „Vieles war neu. Auch der Rollstuhl machte einigen Kindern Angst, jetzt ist das aber ganz normal“, so Welliehausen. Schnell hätten sich die Kinder wohlgefühlt und eine Beziehung zu den Diakoniebewohnern aufgebaut. Aber nicht nur die Kinder lernen den Umgang mit der älteren Generation.

Auch die Senioren haben große Freude an den Treffen. „Es ist sehr bewegend zu sehen, wie sich die Menschen öffnen und wie sie durch die Musik aufblühen“, so Welliehausen. Gerade bei älteren Liedern kämen bei vielen Senioren Erinnerungen, und plötzlich können sie wieder mitmachen - trotz ihrer Erkrankung. Die Kinder seien stolz auf sich, wenn sie sich trauen, gemeinsam mit den Diakoniebewohnern zu tanzen, stolz, etwas Gutes getan zu haben.

Berührungsängste haben die Kinder kaum. Das Musikprojekt, das im Januar begonnen hat, ist Teil eines Mehrgenerationenprojekts der „Deisterkrümel“. Einmal in der Woche treffen sich die Jüngsten zum gemeinsamen Mittagessen im Diakoniezentrum. Zu Weihnachten wird zusammen gebacken, oder Alt und Jung gehen beim Laternenumzug mit.

„Für die Kinder ist es Alltag, mit den Senioren zusammen zu sein. Und sie helfen sich auch, wenn die Kinder anbieten, den Älteren beim Mittag das Essen zu schneiden.“ Viele Eltern seien begeistert von der Idee und hätten auch immer wieder neue Anregungen, wie noch mehr generationenübergreifende Projekte in Springe realisiert werden könnten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.