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Nach acht Jahren bleibt es dunkel

Springe Nach acht Jahren bleibt es dunkel

Der Völksener Ortsrat hat erstmals seit acht Jahren keine Ampel für die Steinhauerstraße beantragt. Damit scheint das Anliegen von Ortsbürgermeisterin Sigrid Hachmeister (SPD), dem Ortsrat und einiger Anwohner, auf der Durchfahrtsstraße für mehr Sicherheit zu Sorgen zu wollen, vorerst gescheitert.

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Der Ortsrat hat erstmals auf den Antrag für eine Ampel an der Steinhauerstraße in Völksen verzichtet.

Quelle: Archiv/Lehmann

Völksen. „Wir wollen uns ja nicht zur Lachnummer machen“, sagt Ortsbürgermeisterin Sigrid Hachmeister (SPD). Denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Ampel genehmigt wird, schätzt sie als ziemlich gering ein. Zu ihrem eigenen Bedauern. Sie hatte dem Rat die Notwendigkeit des Baus zuletzt im vergangenen Jahr ins Stammbuch geschrieben - bereits zum achten Mal. Jetzt ist Schluss damit.

Die Vorgaben für den Bau einer Lichtzeichenanlage werden offenbar an der Stelle nicht erfüllt. Hachmeister: „Es wurden Verkehrszählungen durchgeführt: Die Zahl der durchfahrenden Autos ist zu gering für den Bau einer Ampel.“ Und auch die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen an der Stelle ist laut Untersuchungen offenbar nicht hoch genug. „Es ist, wie es ist. Deshalb haben wir keinen neuen Antrag gestellt“, bilanziert sie enttäuscht.

Während des Verfahrens habe sie viel über den Unterschied zwischen gefühlten und gemessenen Geschwindigkeiten gelernt. Sie vermutet aber auch, dass die zunehmend vielen Autos, die am Straßenrand stehen, Durchfahrende dazu veranlassen, langsamer zu fahren. Trotzdem: Daran, dass an der Steinhauerstraße Handlungsbedarf besteht, zweifelt sie nicht: „Die Verkehrssituation in Völksen ist insgesamt unbefriedigend.“

Jetzt hofft die Ortsbürgermeisterin darauf, dass in der Steinhauerstraße im Rahmen einer anstehenden Renovierung der Fahrbahn ein Tempo-Limit von 30 Kilometern pro Stunde eingeführt wird. Die Renovierung ist von Stadt und Region allerdings erst für das Jahr 2019 geplant.

Im vergangenen Jahr wollte sich in Völksen sogar eine Bürgerinitiative formieren und für den Ampelbau Unterschriften sammeln. Bewirkt hat all das nichts. 2014 hat sich laut Angaben der Anwohner sogar ein Unfall auf dem Zebrastreifen ereignet. Weil der aber glimpflich ausgegangen sei, so die Bewohner, und weil der Verursacher sowie das Opfer Nachbarn gewesen seien, habe niemand die Polizei verständigt. Womöglich war das ein Fehler. Denn der Vorfall taucht nun nicht in der Unfallstatistik der Verkehrsexperten auf. Und konnte deshalb auch nicht als Argument der Ampelbefürworter genutzt werden.

Immer wieder hatte sich der Völksener Ortsrat in den vergangenen Jahren mit großer Mehrheit für den Bau der Fußgängerampel in der Mitte des Ortes ausgesprochen. Immer wieder hatten Region und Stadt den Bedarf infrage gestellt. Die Stadtverwaltung hatte die Kosten für den Ampelbau zuletzt auf 30 000 Euro beziffert.

Von Ralf T. Mischer

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