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Nach der COPD-Diagnose

Springe Nach der COPD-Diagnose

Die chronische Lungenerkrankung COPD ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Doch bekannt ist die Krankheit wenig. Vor fünf Jahren gründeten Elke Mosch und Hans-Jürgen Streich deshalb eine Selbsthilfegruppe.

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Informieren: Hans-Jürgen Streich und Elke Mosch.

Quelle: Foto: Helmbrecht

Springe. Springe. COPD ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen neben Herzinfarkt und Schlaganfall. Trotzdem ist über die chronische Lungenerkrankung nur wenig bekannt. Elke Mosch und Hans-Jürgen Streich wollen das ändern und gründeten vor fünf Jahren eine Selbsthilfegruppe.

Bis zu 18 Betroffene und Angehörige treffen sich einmal im Monat, um sich über ihre Erfahrungen mit der Krankheit auszutauschen. Bei Streich wurde die Krankheit lange nicht erkannt. Wegen starker Atemnot und Husten war er in der Reha, spätestens dort hätten Ärzte feststellen müssen, dass der 61-Jährige an COPD leidet. Als er aus der Reha kam und wieder zur Arbeit wollte, kam der Schock: Am Morgen konnte er nicht mehr aufstehen, der Hausarzt schlug Alarm aufgrund der schlechten Lungenfunktion, wenige Stunden später kam Streich mit einer Lungenembolie auf die Intensivstation und wurde für drei Wochen ins künstliche Koma versetzt.

Streich hat die Lebenslust nie verloren, obwohl die Krankheit zwar mit Medikamenten gut zu behandeln, aber nicht heilbar ist. „Wir wollen unsere Erfahrung in der Gruppe weitergeben. Wir helfen zum Beispiel dabei, Pflegestufen zu beantragen und geben Tipps im Umgang mit der Krankenkasse“, sagt Streich.

Wichtig sei auch, mit den Ärzten sprechen zu können. „Die Chemie zwischen Patient und Arzt muss stimmen, man muss zufrieden sein.“ Aus diesem Grund organisiert die Gruppe auch regelmäßig Vorträge zu bestimmten Themen, um sich weiter zu informieren.

Info: Die Gruppe trifft sich an jedem zweiten Sonnabend im Monat in den Räumen der Levimed Tagespflege. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.copd-springe.de.

Von Saskia Helmbrecht

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