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Neubauten: "Nachverdichtung reicht nicht“

Springe Neubauten: "Nachverdichtung reicht nicht“

Die Regionsverwaltung will mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Am Mittwoch stellte sie in Hannover eine neue Initiative vor, die sich auch in Springe auswirken soll.

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15000 neue Wohnungen werden in der Region Hannover in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich benötigt. Bürgermeister Christian Springfeld will einen Teil davon gerne in Springe verwirklichen.

Quelle: Zottl (Archiv)

Springe. Bürgermeister Christian Springfeld war am Mittwoch in der Landeshauptstadt zu Gast, um sich zu informieren. Und hat von dort die Botschaft vom Umdenken mitgenommen: „Nur durchs Nachverdichten reicht der Wohnraum nicht.“

15.000 Wohnungen, das haben die Verantwortlichen errechnet, fehlen regionsweit in den nächsten fünf Jahren. Einen guten Teil davon will Springfeld gerne in Springe verwirklicht sehen und damit einen Plan fortsetzen, der mit der Suche nach Flächen für Flüchtlingsunterkünfte begann. Vor einigen Monaten entschied die Stadt, langfristig bauen zu wollen: Statt temporärem Wohnraum sollten Einheiten entstehen, die später etwa als Sozialwohnungen genutzt werden können.

Die mühsame Suche nach geeigneten Flächen, aber auch die Erfahrung der vergangenen Jahre hat im Rathaus die Erkenntnis wachsen lassen: Nur durch die immer wieder von Teilen der Politik geforderte Nachverdichtung, also das Schließen von Baulücken, lässt sich die steigende Nachfrage nicht lösen. Weitere Baugebiete sind gefragt - wie das in Völksen am Bosselweg, für das es noch vor dem offiziellen Startschuss viele Interessenten gibt. Und auch den Deisterkessel hat man bei der Stadt als mögliche Fläche noch im Blick.

Für Springfeld ist aber auch wichtig, nicht nur die Nachfrage nach klassischen Einfamilienhäusern zu decken: „Wir wollen Wohnraum für jeden Geldbeutel schaffen.“ Damit decken sich seine Vorstellungen mit denen der Region und ihrer sogenannten Wohnbau-Initiative. Von den 15.000 Wohnungen, die die Region schaffen will, soll ein Drittel im niedrigen Preissegment liegen.

Für Regionspräsident Hauke Jagau ist das Projekt „eine einmalige Bündelung verschiedener Akteure zur Sicherung der Wohnraumversorgung“. Man müsse, da stimmt er Springfeld zu, „in einigen Bereichen umdenken“.

Bei der weiteren Suche soll ein digitales Kataster helfen, das sämtliche Daten über aktuelle und geplante Bauflächen erfasst. Um den Behördenaufwand gering zu halten, will sich die Region mit einer zentralen Koordinierungsstelle um Hilfe für die Städte kümmern, die leere Flächen umnutzen oder neue Baugebiete ausweisen wollen. Auch Fördergeld-Chancen sollen hier ausgelotet werden. Um Details besser planen zu können und Geld vom Land zu erhalten, soll es außerdem für Springe und die anderen Regionskommunen ein Wohnraumversorgungskonzept mit Zielen und Maßnahmen geben.

Das Programm mit der Wohnbau-Initiative wird jetzt in verschiedenen Gremien beraten. Der Ausschuss für Regionalplanung, Naherholung, Metropolregion und Europaangelegenheiten stimmt am 9. Juni über das Vergabefahren zum Wohnraumversorgungskonzept ab. Abschließend entscheidet am 21. Juni die Regionsversammlung.

von Christian Zett

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