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Neue Ideen für Alten Friedhof

Springe Neue Ideen für Alten Friedhof

Die Stadt Springe berät über neue Ideen für den Alten Friedhof an der Völksener Straße. Damit soll die Anlage attraktiver werden.

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Der Friedhof in Springe soll attraktiver gestaltet werden. Die Politik hat sich jetzt mit dem Thema befasst.

Quelle: Mischer

Springe. Der städtische Waldfriedhof an der Sophienhöhe bleibt eine Erfolgsgeschichte: In diesen Tagen soll dort die Erweiterungsfläche entstehen - zu den 1300 Bäumen mit je bis zu acht Grabstellen sollen weitere 500 hinzukommen. Doch während dort die Zahlen stimmen, gehen auf dem Alten Friedhof an der Völksener Straße die Belegungen zurück. Stadt und Politik wollen nun eingreifen und die Regeln erheblich lockern, um die Flächen attraktiver zu machen.

Entstanden waren die Vorschläge nach der Begehung durch die städtische Friedhofskommission. Ein Überblick:

u Einführung von Baumbeisetzungen: Was auf dem Waldfriedhof so gut ankommt, wollen die Verantwortlichen nun auch im Zentrum umsetzen: die Möglichkeit, eine Urne am Fuße eines Baumes beisetzen zu lassen - anonym. An der Sophienhöhe ist es auch möglich, einzelne Bäume für eine ganze Familie zu reservieren.

u Aufhebung der Ortsbindung: Nur wer in der Kernstadt wohnt, darf bislang auf dem Friedhof an der Völksener Straße Grabstätten erwerben. Diese Regelung will die Kommission ersatzlos streichen.

u Neue Regeln für die Grabgestaltung: Erdgräber sollen künftig zur Hälfte bedeckt sein dürfen, etwa mit einem Grabstein. Bisher galt die Grenze von einem Drittel. Auch die Beschränkung auf Naturstein bei der Grabeinfassung soll entfallen, genau wie das Verbot von Kies als Abdeckung: Er soll künftig mit gedeckten Farben erlaubt sein.

u Rasen statt Grab: Wer eine Fläche reserviert hat, aber noch nicht oder nur in Teilen nutzt, kann sie stattdessen auch als Rasen anlegen, ohne dass das Nutzungsrecht verfällt. Dafür müsste die Gebührenordnung des Friedhofs geändert werden, denn die Stadt müsste die Fläche pflegen.

Dass durch die Baumbestattung im Zentrum wiederum der Waldfriedhof leiden könnte, erwartet der zuständige Stadtförster Bernd Gallas nicht: „Letztlich fließt ja sowieso alles in die Kasse der Stadt.“ Die bevorstehende Erweiterung stelle das Angebot erst einmal zukunftssicher auf. „In den nächsten Jahren werden wir hier erst einmal genug Flächen anbieten können.“ Man müsse sich ohnehin eher auf externe Konkurrenz konzentrieren. „Wir wissen, dass auch Bewohner aus Springe andere Waldfriedhöfe in der Umgebung nutzen.“ Der Springer Waldfriedhof sei aber attraktiv. „Er ist zwar am Rand der Kernstadt, aber doch gut zu erreichen. Ein guter Kompromiss“, meint Gallas.

Der Verwaltungsausschuss muss die Änderungen am Donnerstag, 7. September, absegnen.

Von Christian Zett

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