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Neuer Vorstoß für Burghof

Springe Neuer Vorstoß für Burghof

Erst das Oktoberfest, das nächstes Jahr gleich wiederkommen soll. Dann der Weihnachtsmarkt, der im Dezember erstmals ein ganzes Wochenende hier steigt.

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Ein langer Weg vom Marktplatz zur Harmsmühlenstraße: Seit acht Jahren müssen die Schützen nach der Eröffnung wieder zum Festplatz am Hallenbad marschieren (hier im Jahr 2009). Das möchten sie ändern – auch mit Blick auf Weihnachtsmarkt und Oktoberfest. Archiv

Springe. Dass sich der Burghof am Rathaus zum Veranstaltungsort für Volksfeste mausert, weckt auch bei den Organisatoren des Volks- und Schützenfestes Sehnsüchte: Rund acht Jahre nach der Quasi-Verbannung vom Gelände wegen drohender Lärmschutzauflagen möchten sie Gespräche über eine mögliche Rückkehr führen.

Etwa die Schützengilde: „Wir feiern 2018 unser 125-jähriges Bestehen“, sagt der Vorsitzende Heinrich Schwarze. Was wäre da schöner, als es mitten in der Stadt zu tun, wo sich die Ausrichter (neben der Schützengilde, dem Jägercorps und dem Jagdklub auch die Feuerwehr und der Spielmannszug) deutlich mehr Zuspruch erhoffen als am abseits gelegenen Festplatz an der Harmsmühlenstraße.

Schwarze bestätigt gegenüber der NDZ, dass es rund um das Oktoberfest erste Gespräche mit einigen Vereinen gegeben habe: Man müsse jetzt abwarten, wie die Resonanz ist. Schwarze hatte 2008 gar gedroht, als Veranstalter abzutreten, wenn das Schützenfest zurück ans Hallenbad muss - sich am Ende aber nach Gesprächen mit allen Ausrichtern und dem Ortsrat gebeugt.

Der Gedanke an eine mögliche Rückkehr sei ihm auch schon gekommen, sagt der Jagdklub-Chef Peter Böttcher. Ihm geht es mit Blick auf die Stadt vor allem um eine Gleichberechtigung der Veranstalter: „Man kann nicht wie beim Oktoberfest dem einen von außerhalb zusagen und den anderen bei einer Traditionsveranstaltung im Ort das Feiern dort verbieten.“ Es gelte nun, die Wahl des neuen Ortsbürgermeisters im November abzuwarten und diesen dann mit an Bord zu holen, so Böttcher.

Der Jägercorps-Vorsitzende Frank Zipsner schwankt indes zwischen der Begeisterung für den Vorstoß und möglichen Bedenken. „Wir reden seit Jahren davon, dass das dem Fest helfen könnte. Wir hätten kurze Wege - und eine Traditionsveranstaltung“, sagt er. Knackpunkte könnten allerdings - wie schon vor einigen Jahren - die Abendstunden sein: „Wenn da wirklich um 23 Uhr die Musik aus sein muss, dann ist das für ein Schützenfest natürlich extrem früh.“ Beim Oktoberfest am 10. September war nach NDZ-Informationen erst gegen 0.30 Uhr endgültig Schluss mit der Musik.

Bürgermeister Christian Springfeld, der die Rückkehr des Oktoberfestes in einem Jahr bereits begrüßt hatte, hat „persönlich nichts“ gegen eine Rückkehr des Schützenfestes ins Stadtzentrum. Allerdings unterscheiden sich für ihn die Lärmkulissen der verschiedenen Veranstaltungen:

Ein Schützenfest stelle mit seinen zahlreichen Fahrgeschäften und Zeltfeiern „einen Dauerlärm über mehrere Tage“ dar - ein Oktoberfest hingegen nur punktuell an einem Abend: „Das könnte natürlich die Toleranzgrenze überschreiten.“

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