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Neues Rathaus statt Bürgerbüro?

Springe Neues Rathaus statt Bürgerbüro?

Ein kleines Bürgerbüro im Alten Rathaus geht der Mehrheit der Stadtratsmitglieder nicht weit genug. Sie haben einen alten Vorschlag wieder aus der Schublade geholt: den Neubau eines Rathauses in zentraler Lage.

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Das Rathaus auf dem Burghof hat historischen Charme – ein idealer Arbeitsplatz ist es jedoch nicht. Die Fraktionen zeigten sich in der Ratssitzung
Donnerstagabend visionär und brachten einen Neubau „in zentraler Lage“ ins Spiel.

Quelle: Mischer

Springe. Die Verwaltung soll bereits im kommenden Jahr mit den Planungen beginnen.

Bürger, denen er von dem Vorschlag erzähle seien skeptisch, sagte Christdemokrat Friedrich Woltmann. Er halte trotzdem an dem Vorschlag fest: Ein Neubau koste zwar schnell 10 Millionen Euro, „ist aber keine katastrophale Belastung, wenn man bedenkt, dass das auf mindestens 50 Jahre gerechnet werden kann“. Durch den Wegfall der derzeitigen Verwaltungsaußenstellen würden die Ausgaben der Stadt sofort sinken.

Dazu komme, dass sowohl die Bürgerfreundlichkeit als auch die Zufriedenheit der Angestellten steige, wenn das Arbeitsumfeld stimme, betonten mehrere Ratsmitglieder. Ein Argument, hinter dem auch Gerd-Dieter Walter, Leiter Fachbereich 1, steht: „Die Unterbringungssituation der Mitarbeiter und die Besuchersituation sind derzeit in vielen Bereichen unzulänglich.“

Eine Verbesserung sollte das Bürgerbüro bringen. Ins Alten Rathaus sollten die besucherstärksten Büros ziehen. Von dieser Belebung werde auch die schwächelnde Innenstadt profitieren, so die Hoffnung. Woltmann bezeichnete den Plan als gescheitert: „Das ist nur eine kleine Anlaufstelle. Für 95 Prozent der Fragen muss der Bürger anderswo hin.“

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ursula Schulz-Debor, war die Erste, die das Wort „Rathaus-Neubau“ benutzte. Offenbar wird hinter den Kulissen über eine Fläche auf dem Burghof gesprochen. Die Politik stimmte dafür, im Haushalt 2016 eine Summe in Höhe von 300 000 Euro bereitzustellen. Mit dem Geld soll die Verwaltung sowohl die akute Raumnot lösen als auch langfristige Pläne schmieden.

Von Marita Scheffler

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