Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Notfallambulanz auf dem Prüfstand

Springe Notfallambulanz auf dem Prüfstand

Das Klinikum und die Region Hannover wollen in den kommenden Monaten prüfen, wie die Springer die Notfallambulanz und den verbesserten Nahverkehrs-Anschluss ans Gehrdener Krankenhaus annehmen. Unterdessen fordert der SPD-Unterbezirkschef Matthias Miersch Nachbesserungen.

Voriger Artikel
Verwaiste Füchse trinken aus der Flasche
Nächster Artikel
Waldfriedhof soll deutlich größer werden

Das Klinikum und die Region Hannover wollen in den kommenden Monaten prüfen, wie die Springer die Notfallambulanz annehmen.

Quelle: Symbolbild

Springe. Die Einrichtung müsse stärker beworben werden, außerdem solle ein auf Chirurgie spezialisierter Arzt vor Ort sein, sagte Miersch: „Da ist noch ordentlich Luft nach oben.“ Ihm sei wichtig, dass die Ambulanz „kein Alibi oder Trostpflaster“ für das geschlossene Krankenhaus sei. Vielmehr solle es als Pilotprojekt eine Perspektive über 2017 hinaus bekommen, sagte der Politiker gestern nach einem Gespräch mit Bürgermeister Christian Springfeld im Rathaus.

Mierschs Genossen in Springe fürchten, dass sie für die Klinikums-Schließung, die von der Regions- und von der Unterbezirks-SPD unterstützt worden war, bei der Kommunalwahl am 11. September abgestraft werden. Dass es deshalb für den politischen Gegner ein gefundenes Fressen sein könnte, weiß auch Miersch: Er ist der Meinung, dass es niemanden weiterbringe, aus politischen Gründen das Aus für die Notfall- ambulanz zu riskieren. Er appelliert an die anderen Parteien, zusammen konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten. Auch bei der Debatte um die Krankenhäuser Lehrte und Burgwedel habe man einen gemeinsamen Beschluss erreicht.

Unterdessen ist die Auswertung der Nutzerzahlen von Ambulanz und Busverbindung angelaufen. Noch im April will die Region ermitteln, wie viele Fahrgäste die eigens angepasste Umsteigestrecke zwischen Springe Bahnhof-Weetzen und Bahnhof-Gehrden Klinikum per S-Bahn und Bus genutzt haben. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Regionsabgeordneten Elke Thielmann-Dittert hervor.

Ende 2016 will das Klinikum außerdem die Bilanz des ersten Notfallambulanz-Jahres präsentieren. Bis dahin erhebe man von den Patienten die für „Krankenkassen notwendigen Routinedaten“- etwa die Fallanzahl, die Diagnosen oder die Behandlung vor Ort.

Auch eine Weiterverlegung per Kranken- oder Rettungswagen werde erfasst. Ausgewertet werden soll auch die Uhrzeit der Behandlung. Nicht die Rede ist von direkt abgewiesenen oder weitergeleiteten Fällen, die selbst ein Krankenhaus aufsuchen. Der Runde Tisch Krankenhaus, an dem auch eine Springer Delegation sitzt, wird sich im Herbst noch einmal treffen.

Von Christian Zett

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.