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Notfallambulanz wird zur Chefsache

Springe Notfallambulanz wird zur Chefsache

Wie geht es weiter mit der Notfallambulanz im Krankenhausgebäude? Das Thema beschäftigt auch den heimischen Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch (SPD). Er ist noch nicht zufrieden mit den bisherigen Planungen und hat Regionspräsident Hauke Jagau gebeten, „die Federführung zu übernehmen“.

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Die Zukunft der Notfallambulanz im Springer Krankenhausgebäude ist noch weiter offen.

Quelle: Archiv

Springe. Die Region will unterdessen noch mal am eigens optimierten Nahverkehrsangebot zum Krankenhaus Gehrden schrauben: Die Nachfrage sei zu gering. Bis Ende Februar, so steht es im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU in der Region, sollte zusammen mit Ärzten, Stadt, Klinikum und Rundem Tisch ein umfassendes Konzept entstehen, das sich auch um Themen wie Erreichbarkeit, Werbung oder ärztliche Betreuung kümmert.

Miersch geht es nicht nur um den Antrag beim Land auf eine Verlängerung der Genehmigung. Dieser sei „nur ein Baustein“, sagt der SPD-Unterbezirkschef. Es habe bereits Gespräche zur aktuellen Situation im Kreise des ehemaligen Runden Tisches mit Stadt, Politik, Region, Ärzten und Klinikum gegeben: Nun müsse das Konzept zügig vorgelegt werden.

Sein Ziel sei, so Miersch, die Attraktivität der Ambulanz zu steigern - ganz ohne Denkvebote: So ist auch die Schaffung eines Medizinischen Versorgungszentrums weiter im Gespräch. Dort würden heimische Ärzte zusammen mit dem Klinikum Angebote vorhalten. Dabei müsse man alle möglichen Kooperationen, aber auch verschiedene Standorte erörtern. Soll heißen: Die Ambulanz muss nicht unbedingt dort bleiben, wo sie jetzt ist. Viele der Springer Ärzte hatten schon bereits signalisiert, einen Umzug ins alte Krankenhausgebäude nicht mitmachen zu wollen.

Unterdessen wächst bei der Region die Unzufriedenheit mit der Nahverkehrsverbindung zwischen dem Springer Bahnhof und dem Gehrdener Krankenhaus. Die Fahrzeit von S-Bahnen und Bussen, mit Umstieg in Weetzen, war zur Schließung des Krankenhauses auf Betreiben von SPD und Grünen optimiert worden. So sollten Springer, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, besser nach Gehrden gelangen.

Doch jetzt soll sich das Angebot noch mal ändern. Der Grund: Die Springer nutzen die Verbindung zu wenig - stattdessen wächst bei Gehrdener Pendlern der Frust, weil sich durch die Umstellung für sie die Fahrtzeit nach Hannover verlängert hat: Statt der schnelleren S 5 erwischen sie in Weetzen nun mit der Linie 350, die auch zum Krankenhaus fährt, nur noch die langsamere S 1 und S 2.

Die Region reagierte mit einer Fahrgastzählung auf die nach ihrer Auskunft zahlreichen Beschwerden: An fünf Werktagen und zwei Wochenenden registrierten die Mitarbeiter des beauftragten Planungsbüros auf der Strecke jedoch schlechte Quoten: Weniger als ein Prozent der gezählten und befragten 1305 Fahrgäste seien zwischen Springe und dem Gehrdener Klinikum unterwegs gewesen. Das bedeutet umgerechnet maximal zwölf.

Gleichzeitig habe man innerhalb Gehrdens Fahrgasteinbrüche von bis zu 20 Prozent verzeichnet, da die Pendler wegen der schlechteren S-Bahn-Anbindung die Buslinie 350 nicht mehr nutzen. Deswegen sollen die Veränderungen nun zurückgedreht werden. Fahrgäste sollen stattdessen nach Bedarf mit einem Anruf-Sammel-Taxi zwischen dem Weetzener Bahnhof und dem Klinikum pendeln können, bestätigt auch Miersch.

Für den SPD-Mann ist dieser Schritt unabhängig von der sonstigen Zukunft der Notfallambulanz. Er gehe davon aus, dass auch die Politik die geplanten Anpassungen beim Busverkehr „unabhängig von der 24-stündigen Notfallversorgung in Springe diskutieren wird“. Auf der Tagesordnung des Regions-Verkehrsausschusses steht das Thema am Donnerstag, 23. März. Endgültig entscheidet der Regionsausschuss später.

Von Saskia Helmbrecht

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