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Offene Fragen nach Großbrand

Springe Offene Fragen nach Großbrand

Viele Fragen bleiben - noch - offen: Nach dem abermaligen Großbrand bei Regiobus in Eldagsen melden die Experten der Polizei, dass sie frühestens morgen erste Ermittlungsergebnisse präsentieren können.

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Zu Feuerwehr kann nicht mehr viel tun: Die Busse werden ein Raub der Flammen. Herrmann (2)

Quelle: Bernhard Herrmann

Springe. Ein ursprünglich geplanter Einsatz der Brandmittelspürhunde musste abgesagt werden. Der Dieselgeruch der verbrannten Fahrzeuge ist so intensiv, dass er die empfindlichen Nasen der Tiere beeinträchtigt.

Thematisiert werden mittlerweile auch die Sicherheitsmaßnahmen auf dem Regiobus-Gelände: Wie konnte es zu der abermaligen Katastrophe kommen?

n Sicherheitsdienst: Laut Angaben einer Regiobus-Sprecherin sei zwar ein Sicherheitsdienst auf dem Betriebsgelände an der Straße Am Loffenkamp im Einsatz - normalerweise. Während der fraglichen Zeit am frühen Dienstagmorgen seien die Wachleute aber nicht vor Ort gewesen.

n Kameraüberwachung: Kontrolliert wird lediglich das Betriebsgelände Im Loffenkamp. Das angrenzende Gelände gehört nicht der Regiobus - und wird laut Angaben des Unternehmens auch nicht von Kameras überwacht. Ausgerechnet dort werden aber die Busse abgestellt. Regiobus wertet das nicht als Widerspruch. „Schließlich brannten vor eineinhalb Jahren Fahrzeuge in der Halle auf dem Betriebsgelände“, heißt es seitens des Verkehrsunternehmens.

n Wämebildkameras: So genannte Thermografiekameras, die rasche Hitzenentwicklungen erkennen und an eine Überwachungszentrale melden können, kommen bei Regiobus in Eldagsen nicht zum Einsatz. Zu ergänzenden Sicherheitsmaßnahmen möchte das Unternehmen keine Angaben machen.

n Was technisch möglich wäre: Fest steht, dass es Überwachungskameras gibt, die mit jeglicher technischer Finesse ausgestattet sind, um unter anderem Straftäter von einem Firmengelände fernzuhalten und bei Unregelmäßigkeiten sofort Alarm auszulösen. Ein Hersteller in Rheinland-Pfalz nützt eine Thermaltechnologie mit Sensoren, um Temperaturunterschiede zu messen. Wäre sie am Laternenpfahl neben der Einfahrt des Abstellplatzes angebracht gewesen, hätte sie Temperaturunterschiede auf dem gesamten Parkplatz festgestellt. Geht nachts bei 14 Grad Celsius Außentemperatur ein Mensch mit 36 Grad Celsius Körpertemperatur in den Messbereich hinein, wird Alarm ausgelöst.

Gerät ein Bus in Brand und erreichen die Flammen eines Entstehungsbrandes eine Temperatur von 80 Grad, wird Alarm ausgelöst, der direkt an die Regionsleitstelle weitergeleitet würde. Er kann zu einer beliebig festgelegten Annahmestelle geleitet werden, wie zum Mobiltelefon des Grundstücksbesitzers oder zu einem Sicherheitsunternehmen. Parallel mit dem Alarm wird das Bild der Videokamera oder das Thermalbild, auf welchem Personen nicht identifiziert werden können, aktiviert. Die aufgezeichneten Bilder dürfen gesetzeskonform bis zu 72 Stunden gespeichert werden.

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