Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 18 ° wolkig

Navigation:
Ohne Anbau geht es nicht

Eldagsen Ohne Anbau geht es nicht

Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Eldagsen platzt aus allen Nähten - und das seit fast 20 Jahren. Bis jetzt haben sich die Brandschützer damit beholfen, verschiedene Geräte in andere Gebäude im Ort auszulagern. Aber auch dieses Provisorium stößt an seine Grenzen.

Voriger Artikel
Eldagsen profitiert vom Flüchtlingszuzug
Nächster Artikel
Viel zu tun: Naturschutzbundwill die Haller renaturieren

So könnte es aussehen: Eldagsens Ortsbrandmeister Andreas Meyer (rechts) und sein Stellvertreter Thorsten Hoppmann zeigen das Modell des bereits vor 15 Jahren geplanten Anbaus an das Feuerwehr-Gerätehaus. Die Erweiterung soll nun schnellstmöglich kommen.

Quelle: So könnte es aussehen: Eldagsens Ortsbrandmeister Andreas Meyer (rechts) und sein Stellvertreter Thorsten Hoppmann zeigen das Modell des bereits vor 15 Jahren geplanten Anbaus an das Feuerwehr-Gerätehaus. Die Erweiterung soll nun schnellstmöglich kommen.

Eldagsen. Die Ortsfeuerwehr bekommt bald Ersatz für den 30 Jahre alten Gerätewagen Gefahrgut (GWG). „Wir haben uns für den preisgünstigeren GW Technik entschieden“, berichtet Ortsbrandmeister Andreas Meyer. „Im städtischen Haushalt sind dafür bereits 180.000 Euro verankert.“ Knackpunkt ist allerdings das Feuerwehr-Gerätehaus beziehungsweise die Größe des Gerätehauses: Das neue Fahrzeug ist drei Zentimeter zu hoch, um durch die Tore der jetzigen Halle zu passen.

Die Erkenntnis, dass es im Eldagser Gerätehaus zu eng wird, ist nicht neu. „Bereits 2001 stand in der Zeitung die Schlagzeile, dass es endlich grünes Licht für die Gerätehaus-Erweiterung gäbe. Auch in Fachzeitschriften wurde über die entsprechenden Planungen der Stadt Springe berichtet. Passiert ist seitdem aber nichts“, sagt Meyer.

Einen Vor-Ort-Termin mit der Feuerwehrunfallkasse habe es schon 1998 gegeben, ein Architekt habe später ein Modell und Pläne für den Erweiterungsbau erstellt. „Seit dem vergangenen Sommer haben wir bereits viele Gespräche geführt, um dieses Thema wieder aus der Versenkung zu holen“, fasste Meyer zusammen. Er kann auch einen ersten Erfolg vermelden: Im städtischen Haushaltsplan für dieses Jahr sind 180.000 Euro für den Anbau reserviert. Meyer: „Ich hoffe, wir sind hier auf einem guten Weg.“

Der städtische Baudirektor Reinhard Schade sagte bei der Versammlung der Eldagser Brandschützer zu: „Wir werden das bestehende Gebäude gemeinsam mit der Feuerwehr-Unfallkasse in den nächsten Tagen begutachten und dann schnellstmöglich mit den Planungen und der Umsetzung beginnen.“ Er werde sich dafür einsetzen, dass die Feuerwehren zukunftsfähig untergebracht sind. Das gelte auch für ihr Personal und ihr Material.

Der Rat und die Verwaltung müssen laut Stadtbrandmeister Herbert Tschöpe den Brandschutz in der Gemeinde sicherstellen. Sie besäßen aber auch eine Fürsorgepflicht und müssten den Wehren die notwendige Ausrüstung und Fahrzeuge zur Verfügung stellen. „Die Anforderungen werden immer komplexer. Wir können heute nicht mehr unter denselben Voraussetzungen und mit denselben Mitteln arbeiten wie noch vor einigen Jahrzehnten“, betonte Tschöpe. Lediglich das Feuerwehrhaus in Gestorf sei neu gebaut worden - Tschöpe sieht hier deutlichen Handlungsbedarf.

Der Stadtbrandmeister erinnerte auch daran, „dass die Kameraden ehrenamtlich rund um die Uhr einsatzbereit sind. Egal ob nachts, an Feiertagen oder bei Familienfesten: Sie lassen alles stehen und liegen, um im Dienste der Bürger tätig zu werden.“ Unter Umständen würden sie dafür sogar ihre Gesundheit und im schlimmsten Fall ihr Leben riskieren. Tschöpe: „Das fällt in der öffentlichen Wahrnehmung leider oft unter den Tisch.“

Von Simone Hempelmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Springe – Stadt am Deister

An der Deisterpforte liegt das 30.000-Einwohnerstädtchen Springe. Fachwerk, Jagd und Tiere: Kommen Sie mit auf eine fotografische Reise durch die Deisterstadt.