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Ort wandelt sich in Flaniermeile

Springe Ort wandelt sich in Flaniermeile

Dass die Bedeutung regionaler und saisonaler Produkte immer weiter zunimmt, wurde jetzt auf dem Springer Bauernmarkt einmal mehr deutlich: Besonders bei den heimischen Bauernhöfen herrschte großer Andrang.

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Alles, was die heimische Landwirtschaft anzubieten hat: Das lockt hunderte Besucher in die Innenstadt.

Quelle: Helmbrecht

Springe. So zum Beispiel am Stand von Hof Kickel. Hilmar und Renate Kickel waren zum dritten Mal beim Bauernmarkt dabei und verkauften ihre Eier. „Es ist wichtig, regional einzukaufen. Die Besucher fragen uns oft, wo die Produkte herkommen. Es wird seit einigen Jahren bewusster eingekauft“, ist sich Hilmar Kickel sicher. Das kann auch Nadine Bertram von der Eldagser Baumschule Kewel bestätigen, die Äpfel und Birnen verkaufte. „Wir haben unsere Stammkunden, aber es kommen auch immer mehr jüngere Leute zu uns, die darauf Wert legen, heimische Ware zu kaufen“, so Bertram.

Auch das Thema Tierhaltung gewinnt an Bedeutung. Das haben Heinrich und Christine Rodenberg vom gleichnamigen Hofladen in Völksen festgestellt. „Wir werden oft nach der Qualität gefragt“, sagt Heinrich Rodenberg. Er hat neben Keksen und Nudeln vor allem seine Dosenwurst angeboten. Seit über 20 Jahren nimmt der Hof an dem Projekt „Neuland“ teil: Der Hof verzichtet auf gentechnisch veränderte Futtermittel, hält die Tiere auf Stroh ohne Anbindung, setzt keine Antibiotika ein und verwendet ausschließlich heimisches Futter. Gleichzeitig sollen die Tiere im Stall Tageslicht und genügend Auslauf im Freien haben.

Bewusstes Einkaufen beschränkt sich aber nicht nur auf die Menschen: Am Stand von Mandy Schatz konnten die Besucher Leckerchen für Hunde und Katzen kaufen. Das Besondere: Schatz verarbeitet weder Schweinefleisch noch gentechnisch manipulierte Lebensmittel und verzichtet bewusst auf Mais und Zucker. „Es sind Lebensmittel, die wir Menschen auch essen, nur anders verarbeitet“, erklärt Schatz. So können die Haustiere zum Beispiel Kalb, argentinisches Rind und Snacks mit Gemüse und Obst genießen - handgemacht.

Wer eine kleine Pause vom Essen brauchte, konnte an zahlreichen Kunsthandwerks-Ständen stöbern. Besonders farbenfroh stach der Stand von Marion Schubert hervor: Mit selbst gemachten indianischen Traumfängern sorgte sie für strahlende Kinderaugen. Die bunten Traumfänger enthalten die Symbole für die vier Elemente und sind mit farbigen Seidenbändern umwickelt. „Wir verwenden außergewöhnliche Materialien wie Bernsteine, Jade oder Emu-Federn“, so Schubert.

Zum ersten Mal dabei war Andreas Kurzer mit selbst gebastelten Holzfiguren. „Wir haben vergangene Woche das Wisentgehege besucht und das Plakat für den Bauernmarkt gesehen. Spontan haben wir mit der Stadt gesprochen und konnten hier ausstellen“, sagte Kurzer, der aus Hameln kommt. „Das Ambiente hier ist toll, und es gibt viele schöne Stände.“ Dieser Meinung schloss sich auch Sabine Nebel an. Sie verkaufte an ihrem Stand herbstliche Dekorationen. „In Springe gibt es nicht so kitschige Stände, sondern hier wird noch Wert auf Qualität gelegt“, so Nebel.

Am Stand des Nabu Springe konnten die jüngsten Besucher ihr Geschick unter Beweis stellen und in einem Kasten verschiedene Gegenstände aus der Natur durch Tasten erraten. „Wir werden oft gefragt, welche Vögel im heimischen Garten sind oder geben Tipps zur Winterfütterung. Denn: Die Tiere sollten nur bei geschlossener Schneedecke gefüttert werden“, so Peter Heidrich.

Immer dabei ist auch der Feinkostladen „Delizioso“ aus Bad Münder. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Patrick Couvreur. Weil das Team aus zeitlichen Gründen nicht mehr auf dem Wochenmarkt vertreten ist, nutzten die Mitarbeiter den Bauernmarkt, um im Stadtgebiet präsent zu sein.

Präsent waren auch die Eolenhägener Schuindöschers mit ihren landwirtschaftlichen Maschinen, die besonders von den Technikfans unter die Lupe genommen wurden. Zusammen mit dem Bauernmarkt öffneten auch zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt ihre Türen.

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