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Ortsbürgermeister wünscht sich schnellen Abriss des Bahnhofsschuppens

Springe Ortsbürgermeister wünscht sich schnellen Abriss des Bahnhofsschuppens

Ortsbürgermeister Carsten Marock sieht „gute Chancen, dass der Schandfleck am Bahnhof demnächst verschwindet“. Stadt und Region arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Dabei geht es um den Rückkauf des Grundstücks, auf dem der zerfallene Schuppen steht.

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Der Verfall schreitet voran: Dass der marode Schuppen am Springer Bahnhof verschwindet, ist einer von Carsten Marocks Neujahrwünschen.

Quelle: Marita Scheffler

Springe. Ein Investor hatte die Fläche samt Gebäude vor Jahren erworben, um an der Stelle einen kostenpflichtigen Parkplatz zu errichten. Seitdem passiert allerdings nichts - abgesehen davon, dass die Ruine immer mehr Springer ärgert. Marock sagt, der städtische Bauchef Reinhard Schade habe sich „vorbildlich“ in das Thema hineingekniet. „Wir sind dank ihm ganz stark dabei, dass da endlich etwas passiert“. Gerettet werden können die Schuppen aber nicht mehr, es bleibt nur der Abriss. Stattdessen will die Region dort dann einen kostenlosen Parkplatz errichten.

Einen weiteren Immobilienwunsch hat Marock für den Woolworth-Komplex im Stadtzentrum: „Es wäre toll, wenn wir da endlich mal positive Nachrichten bekommen würden.“ Verwaltung und die Politik stünden „in den Startlöchern“. Sollte Investor Peter Othmer der Kauf des Gebäudes gelingen, werde man sich seine Pläne wohlwollend anhören. „Wir brauchen eine innerstädtische Belebung“, sagt Marock. Ein zentraler Lebensmittel-Vollversorger sei dafür unabdingbar. „Seitdem Rewe zu hat, kommen auch einige Wochenmarkt-Beschicker nicht mehr.“

Von der vor einem Monat im Stadtrat geäußerten Idee, in einen möglichen Neubau an der Fünfhausenstraße mit dem Springer Rathaus einzuziehen, hält der Ortsbürgermeister der Kernstadt indes nichts: „Das Rathaus ist deutlich besser auf dem Burghof aufgehoben.“ Auf dem benachbarten Museumshof sei genug Platz für einen Anbau, den die Verwaltung und die Mehrheit der Politik für erforderlich hielten.

In den nächsten Monaten oder Jahren werde sich der Ortsrat zudem mit der Suche nach einem neuen Baugebiet beschäftigen müssen, glaubt Marock. Der zweite Bauabschnitt des Gebiets Raher Berg/Großer Graben laufe „langsam zu. „Deshalb müssen wir uns um ein weiteres Baugebiet kümmern.“ Auf die Frage nach dem „wo?“ hat Marock noch keine Antwort parat. „Es gibt in der Kernstadt nur wenige Möglichkeiten, aber die müssen wir ausnutzen.“

Bei seinem Ausblick auf 2016 hat der Sozialdemokrat auch ein Lob für die heimischen Vereine und die Ortsfeuerwehr parat. Welch gute Nachwuchsarbeit diese machten, werde in der Kernstadt leider oft übersehen - in den Ortsteilen stehe das Ehrenamt mehr im Fokus, weil es dort eine vermeintlich höhere Bedeutung habe. Vorbildlich sei auch die Flüchtlingshilfe, die geleistet werde: „Beeindruckend.“

Von Marita Scheffler

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