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Ortsrat fordert Erhalt der Buslinie 360

Lüdersen Ortsrat fordert Erhalt der Buslinie 360

Die geplante Einstellung der Buslinie 360 von Bennigsen bis zur Wallensteinstraße in Hannover trifft beim Ortsrat Lüdersen auf harsche Kritik.

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Haltepunkt auch für die Bus-Linie 360 an der Hiddestorfer Straße.

Quelle: Brinkmann-Thies

Lüdersen. Einstimmig forderten die Kommunalpolitiker auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend den Erhalt dieser Anbindung.

Es gehe um das Gemeinwohl, mahnte Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach. Genutzt werde die Buslinie nicht nur von Menschen, die zur Arbeit fahren. Auch Schüler und Senioren würden den Bus nutzen, der das Bergdorf im Stundentakt anfährt.

Besonders wichtig sei die Linie 360 zudem für die Menschen mit autistischen Behinderungen, die etwa die Werkstatt der Hannoverschen Werkstätten an der Hiddestorfer Straße erreichen wollen. Nach ­Angaben der Einrichtungsleitung wären es für diese Menschen ein großes Problem, ihr antrainiertes Nutzungsverhalten zu ändern.

Auf großes Unverständnis stößt bei den Ortsratsmitgliedern ein Gutachten, auf dessen Grundlage die Einstellung erfolgen soll. Dass zwischen Bennigsen und Hiddestorf nur sehr wenige Fahrgäste die Linie nutzen, liege in der Natur der Sache. Natürlich fülle sich ein Bus erst nach und nach, wenn er in Bennigsen losfahre. Einer, der diese Linie täglich nutzt, ist Ortsratsmitglied Henning Howind (SPD). Er schilderte, wie wichtig die Linie für Pendler, aber auch andere Nutzer sei. Eigens in die Zusammenkunft des Lüderser Ortsrats war Eberhard Brezski (SPD) gekommen, Ortsbürgermeister von Gestorf und zugleich Mitglied der Regionsversammlung. Weil Regiobus einen hohen Zuschussbedarf habe, solle eingespart werden, erklärte Brezski. Die Politik werde in der Regionsversammlung am 14. November den Startschuss für das Änderungsverfahren geben. Dabei solle auch die Öffentlichkeit beteiligt werden. Er selbst habe große Bauchschmerzen, die Linie einzustellen, erklärte er. Und machte kein Hehl daraus: Er werde voraussichtlich nicht dafür stimmen. Schließlich würden dörfliche Strukturen geschwächt. Gleichwohl ist sich Brezski sicher:

„Der Antrag geht wahrscheinlich durch“. Gutachter warnen, dass Regiobus ohne ein baldiges Eingreifen bei einer anstehenden Ausschreibung den Kürzeren ziehen könnte. Defizite sollen durch eingesparte Kilometer und durch die Einstellung der Linie 360 minimiert werden. Aufgefangen werden, soll das mit Zusatzfahrten der Linie 383 – oder mit einem Ruftaxi-Einsatz. Damit solle für Lüdersen der Mindeststandard der Nahverkehrsversorgung gewährleistet werden.

Von Anne Brinkmann-Thies

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