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Osterfeuer droht auszufallen

Springe Osterfeuer droht auszufallen

Nachdem die Springer Feuerwehr bereits im Dezember mitgeteilt hatte, dass sie das Osterfeuer nicht mehr übernehmen könne, machten nun auch die Gründer von Project Events einen Rückzieher. Der Ortsrat gibt aber nicht auf.

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Im vergangenen Jahr brannte das Osterfeuer in der Kernstadt - in diesem Jahr ist das ungewiss.

Quelle: Archiv

Springe. Es hätte die Rettung sein sollen: Felix Hagemann (20) und Hendrik Turnau (19) aus Eldagsen wollten mit ihrer jungen Firma Project Events das Osterfeuer in der Kernstadt sichern. Jetzt haben sie kurzfristig einen Rückzieher gemacht. „Wirtschaftlich nicht lukrativ“, so lautet ihre Begründung.

Nachdem die Feuerwehr im Dezember überraschend mitgeteilt hatte, dass sie die Aufgaben rund um das Osterfeuer nicht mehr übernehmen werde, musste der Ortsrat nach einer Alternative suchen - zunächst erfolglos. Das Osterfeuer drohte auszufallen. Dann klopften plötzlich die Gründer von Project Events an die Türen von Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich und Bürgermeister Christian Springfeld und stellten ihr Konzept vor. Die Rede war unter anderem von Feuerkörben am Wegesrand und einem Fackellauf durch die Innenstadt. Finanziert werden sollte alles über den Getränkeverkauf. Der Ortsrat stimmte dem Plan am 9. Februar einstimmig zu. Doch nun der Rückzieher.

„Die Absage kam sehr überraschend für uns“, sagt Ortsbürgermeister Friedrich. Für ihn ist es ein richtiger Schlag. „Erst klappt es nicht, das Schützenfest zurück auf den Burghof zu holen und jetzt steht das Osterfeuer auf der Kippe.“ Der Ortsrat habe in kürzester Zeit einige Schlappen einstecken müssen. „Ohne Hilfe ist es nicht möglich, die Veranstaltung am 15. April auszurichten. So kurzfristig schafft es auch der Ortsrat selbst jedenfalls nicht mehr, das Osterfeuer auf die Beine zu stellen.“

Nichtsdestotrotz gibt Friedrich noch nicht auf. „Wir versuchen gerade, Plan B umzusetzen“, so der Ortsbürgermeister. Noch sei etwas Zeit, bevor die offiziellen Anträge für das Osterfeuer bei der Stadt vorliegen müssten. Plan B, das ist laut Friedrich eine weitere Eventfirma aus Springe, die im Augenblick prüft, ob und inwieweit sie die Planung und Ausrichtung des Osterfeuers übernehmen kann. „Wenn wir wieder eine Absage bekommen, dann war es das für dieses Jahr“, sagt Friedrich. „Nächstes Jahr müssen wir das anders angehen.“

Er könne verstehen, dass der Ortsrat nicht gleich hurra schreie, wenn es darum gehe, dass die Mitglieder selbst die Veranstaltung wuppen sollen. „Es handelt sich hierbei auch um eine Mammutaufgabe und um viel freie Zeit, die sie opfern müssten.“

Hendrik Turnau von Project Events bedauert die Absage: „Wir finden es wirklich schade, dass wir unser Angebot wieder zurückziehen mussten.“ Er und sein Kollege Hagemann hätten erkannt, dass die Veranstaltung doch eher etwas fürs Ehrenamt sei. „Wir haben schlichtweg niemanden gefunden, der mit uns so zusammengearbeitet hätte, wie wir uns das im Vorfeld vorgestellt haben“, sagt Turnau. Weder Betreiber von Imbissbuden habe man finden können, noch Sponsoren, mit denen man das Osterfeuer hätten stemmen können.

„Es wäre auf ein Minusgeschäft hinausgelaufen und das kann sich unsere junge Firma nicht leisten“, so Turnau. „Wir wussten vorher nicht, dass es so laufen würde, sonst hätten wir unsere Unterstützung sicherlich nicht angeboten.“ Er könne die Enttäuschung durchaus verstehen, aber er wolle in so jungen Jahren nicht Gefahr laufen, sich zu verschulden.

Von Sandra Hermes

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