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Bahnhofspläne werden konkret

Springe Bahnhofspläne werden konkret

Nicht nur Pendler, sondern auch zahlreiche Springe-Besucher nutzen täglich den Bahnhof. Eine Visitenkarte für die Stadt ist vor allem das Umfeld aber nicht. Schon seit Jahren gibt es Ideen und Pläne, etwas dagegen zu unternehmen. Die werden jetzt endlich konkret - und sollen später auch den Busbahnhof betreffen.

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Ein bisschen Schandfleck ist noch da: Statt der alten Schuppen am Bahnhof soll noch im kommenden Jahr ein Pendlerparkplatz entstehen.

Quelle: Mischer

Springe. Die Region hatte schon 2016 angekündigt, für einen neuen und für Autofahrer kostenlosen Pendlerparkplatz Fördergelder beantragen zu wollen. Die Anlage soll rechts des Bahnhofs stehen - dort, wo trotz der ersten Abriss-Stufe immer noch alte Hallen und Schuppen vor sich hin gammeln.

Nun soll sich auch das ändern: Die Region hat bereits Fördergelder für den Abriss der Gebäude und für den Bau eines neuen Parkplatzes beantragt. Man hoffe, im Januar ins Förderprogramm aufgenommen zu werden, so Sprecher Klaus Abelmann. Im ersten Halbjahr 2018 soll dann der Förderbescheid kommen. Erst dann sollen die Arbeiten ausgeschrieben und durchgeführt werden. Fertig werden soll der Parkplatz aber noch 2018 - idealerweise sogar komplett. Sollte aus Zeitgründen ein zweiter Bauabschnitt nötig werden, müsse man dafür auch wieder neue Anträge stellen, so der Sprecher: „Ziel ist eine Komplettförderung und Komplettrealisierung in 2018.“

Weit gediehen sind bereits die Planungen: Nach einer Optimierung der Stellflächen soll hier Raum für 75 Autos sein, davon zwei Stellplätze für Menschen mit Behinderung. Auch Platz zum Wenden für die Linienbusse ist eingeplant: Über diesen Punkt hatten Region und ein früherer privater Investor offenbar keine Einigung erzielen können.

500 000 Euro kostet der gesamte Bau - davon will sich die Region laut Antrag 350 000 Euro vom Land zuschießen lassen. Wie auch an anderen Standorten - etwa am Bahnhof Völksen - soll die Region den Parkplatz auf eigene Rechnung bauen; die Stadt übernimmt danach die Unterhaltung.

Doch nicht nur an dieser Stelle soll sich die Optik rund um den Bahnhof verändern: Mittelfristig wollen die Verantwortlichen auch den in die Jahre gekommenen ZOB, den Zentralen Omnibus-Bahnhof samt Kiosk-Gebäude und Parkflächen überplanen. Was dort genau geschieht, ist noch offen. Die Region wolle zunächst abwarten, was die laufende Neuaufstellung ihres Busnetzes für den Bereich Springe ergibt, sagt Abelmann.

Die Entwicklung des Bahnhofsumfeldes geht viele Jahre zurück: Vor 13 Jahren erarbeitete die Region ein erstes Konzept, in dem auch schon Pläne für weitere Parkflächen enthalten waren. Zwischenzeitlich verwiesen die Verantwortlichen dann auf die öffentlichen Parkplätze an der Jägerallee nördlich des Bahnhofs, die nicht ausgelastet seien.

Ein Investor aus Ostwestfalen-Lippe sicherte sich schließlich die Flächen rund um die alten Schuppen, um dort einen kostenpflichtigen Parkplatz zu erstellen. Von den Plänen rückte die Firma jedoch schließlich wieder ab. Und verkaufte das Gelände nach zähen Verhandlungen zurück an die Stadt.

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