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Braucht die Stadt eine Tourist-Info?

Springe Braucht die Stadt eine Tourist-Info?

Ein anerkannter Ausflugs- und Erholungsort ohne Tourist-Info? Für Springe ist das momentan Realität; bis zum 1. Februar bleibt die Einrichtung im Alten Rathaus zu.

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Springe. Ein anerkannter Ausflugs- und Erholungsort ohne Tourist-Info? Für Springe ist das momentan Realität; bis zum 1. Februar bleibt die Einrichtung im Alten Rathaus zu. Es ist nicht die erste wochenlange Schließung; immer wieder fehlt Personal. Wenn sich die Stadt so lange Lücken leisten kann und will - braucht sie dann überhaupt einen solchen Anlaufpunkt?

„Ja“, sagt Gerd-Dieter Walter. „Die Tourist-Info gehört dazu.“ Springe sei zwar kein klassischer Touristenort - doch für Tagesgäste und Bildungsschüler bilde man durchaus einen wichtigen Anlaufpunkt. Der aber so wichtig dann doch nicht sei, räumt auch Walter ein: Immerhin schiebe man das Thema im Rathaus schon seit Jahren vor sich her. Und auch jetzt gebe es „drängendere Probleme“ - nicht nur die Flüchtlingssituation.

Zuletzt scheiterten gleich zwei Reformversuche von Stadt und Politik: Zuerst blieb der Sparvorschlag auf der Strecke, Tourist-Info und Stadtmarketing räumlich und organisatorisch mit der Stadtbibliothek zu vereinen. Der erhoffte personelle Effekt sei nicht realistisch, sagt Walter. „Offenbar braucht die Bibliothek eher zusätzliches Personal, als dass sie Bedarf in der Tourist-Info zusätzlich abdecken könne.“ Außerdem gebe es in der Bücherei kaum geeignete Räume für beide Einrichtungen: „Und selbst wenn Stadtmarketing und Tourist-Info dort einziehen würden, hätten wir ein leeres Altes Rathaus.“

Genau dort war eigentlich Plan B angedacht: Die Stadt hatte der Politik im Herbst ein Konzept vorgelegt, dass den Ausbau des historischen Fachwerkgebäudes im Zentrum zu einem Bürgerbüro vorsah. Dort, erinnert Walter, hätte man den Bereich Tourismus integrieren und so auch personell besser ausstatten können. Doch der Rat legte das Konzept im Dezember auf Eis.

Absehbar wird sich also kaum etwas ändern: Zusätzliches Personal hat die Politik zuletzt eher für die Flüchtlingsbetreuung genehmigt; außerdem soll ein Wirtschaftsförderer kommen. Mit den Schließungsphasen der Tourist-Info, erinnert Walter, sei man unter dem Strich gut gefahren: „Mir ist keine Kritik bekannt.“

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