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Premiere für die Pilze

Springe Premiere für die Pilze

Das Wisentgehege in Springe nahm am Sonnabend am ersten europäischen Pilztag teil, der gleichzeitig mit über 200 Verstaltungen in sieben Ländern Europas stattfand.

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Welcher Pilz heißt wie? Jürgen Basler (rechts) erklärt den Besuchern, wie die Schwämme bestimmt werden können.
Lüdersen

Springe. Die Ehrenamtlichen hatten am Pilzlehrpfad Stände aufgebaut, an denen es Informationen über Röhrling, Blätterpilz, Porling und Co. gab. An einem anderen Stand waren hundert Pilze auf einem alten Baumstamm aufgebaut, die wegen ihres Alters und ihrer historischen Art nicht berührt werden durften. Dort führte Jürgen Basler die Regie. Wer mindestens zwei Pilzsorten erkannte - ein Bestimmungsbuch durfte zu Rate gezogen werden - bekam Süßigkeiten.

Alle zwei Stunden gab es eine Führung über den Pilzlehrpfad. Aber die Ausbeute war in diesem Jahr bescheiden, „es ist zu trocken“, sagte Cheforganisator Hubert Klimke. Gegen Ende der Veranstaltung gab’s einen Vortrag. Pilzexperte Dietmar Krüger aus Hessen informierte Besucher in der Köhlerhütte über die „Biologie der Großpilze“.

Für Klimke war der Tag der Pilze eine spannende Sache und eine Notwendigkeit. „Noch immer ist viel zu wenigen Bürgern bekannt, dass Pilze ein eigenständiges Reich bilden. Offenbar ist das sogar den Gesetzgebern nicht geläufig, die es eigentlich wissen müssten. Sonst wären Pilze in den Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie nicht vergessen worden“, übte Klimke leise Kritik.

Zu den Zielen des Pilztages, der in Zukunft jedes Jahr am vierten Sonnabend im September stattfinden soll, gehören die Förderung der Popularität der Pilze, die Verbesserung der Kenntnisse über Pilze, auch durch eine intensive Jugendarbeit, und die Bewahrung der traditionellen Volksnamen der Pilze in den Sprachen der Welt.

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